Wüsting/Warendorf - Für Vielseitigkeitsreiterin Pauline Knorr aus Wüsting steht am Wochenende ein wichtiger Wettkampf an: Die Sportsoldatin startet mit zwei Nachwuchspferden beim internationalen Vielseitigkeitsturnier in Münster und wird mit ihren Pferden erstmals in schwereren Klassen antreten.
„Mit jungen Pferden auf die Geländestrecke zu gehen, erfordert eine unheimliche Konzentration“, erklärt Sportsoldatin Pauline Knorr, die für den RV Ganderkesee startet. Die 21-Jährige aus Wüsting ist mit fünf Pferden an der Bundeswehrsportschule in Warendorf stationiert und konzentriert sich dort voll auf ihre sportliche Karriere und die Ausbildung vielversprechender Vielseitigkeitspferde.
Am Wochenende geht sie mit den Nachwuchspferden Caytanos Landlord und Lucy Dynamik in Münster an den Start, beide sollen dort in einer schwereren Klasse starten als bisher. „Natürlich muss ich bei jedem Ritt hellwach sein, aber mit einem Youngster ist von mir noch mehr Unterstützung gefordert, als wenn ich einen Routinier reite“, sagt Knorr. „Man muss viel Selbstvertrauen haben, um die Sicherheit auf das Pferd zu übertragen. Reiten ist eben nicht wie Fahrradfahren, es geht um Kopf und Herz.“
Der sechsjährige Wallach Caytanos Landlord geht in Münster zum ersten Mal eine internationale Prüfung auf Ein-Sterne-Niveau. Indes feiert die siebenjährige Lucy Dynamik bei dem Turnier ihre Premiere in einer Zwei-Sterne-Prüfung.
„Ich weiß, dass wir bei so einem Schritt nicht sofort ganz vorne mitmischen werden. Mir geht es erstmal darum, meinen Pferden ein gutes Gefühl zu geben, die Zeit im Gelände ist da erstmal nebensächlich“, beschreibt Knorr ihre Ziele für das Turnierwochenende.
Langfristig hat sie aber klare Ambitionen: „Ich möchte mit Lucy Dynamik gern die Qualifikation für die Weltmeisterschaften der siebenjährigen Vielseitigkeitspferde schaffen. Und Caytanos Landlord möchte ich für das Bundeschampionat qualifizieren.“
So akribisch sie sich auch auf den anstehenden Turnierstart vorbereitet habe, eine gewisse Anspannung bleibe dennoch immer: „Wenn ich die Geländestrecke abgehe, erkenne ich natürlich immer kleine Klippen“, erzählt die gebürtige Wüstingerin. „Umso toller ist das Gefühl, wenn man diese schwierigen Stellen meistert, als sei nichts dabei – erst recht mit einem jungen Pferd. Das ist ein richtig euphorisierendes Gefühl.“
