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Gelungener Playoff-Start für ECW Sande Jadehaie stoßen Tor ins Finale auf

Gleich neun Treffer konnten die Spieler des ECW Sande um Marian Dejdar (links) und Artjoms Tretjakovs zum Auftakt der Playoffs gegen die Salzgitter Icefighters feiern.

Gleich neun Treffer konnten die Spieler des ECW Sande um Marian Dejdar (links) und Artjoms Tretjakovs zum Auftakt der Playoffs gegen die Salzgitter Icefighters feiern.

Daniel Sievers

Sande - Auftakt nach Maß in den Playoffs der Eishockey-Regionalliga Nord für den ECW Sande: Am Samstagabend setzten sich die Jadehaie in Spiel eins der Halbfinal-Serie gegen die Salzgitter Icefighters auch in der Höhe verdient mit 9:4 (2:1, 2:0, 5:3) durch. Jeweils dreimal hatten sich am Samstagabend Vladislavs Barkovskis und Tim Maier in die Torschützenliste eingetragen. Für das Weiterkommen ins Finale sind im Modus „Best of three“ zwei Siege notwendig – die Höhe ist dabei absolut nebensächlich. Doch von vorn.

Das erste Drittel

Die Haie-Fans waren vom Anbully weg schon in bester Playoff-Stimmung. Während die Trommler auf den Rängen den Takt für die Gesänge vorgaben, gaben die ECW-Spieler vor offiziell nur 400 Zuschauern (gefühlt waren es 750) auf dem Eis ganz klar die Schlagzahl und das Tempo vor. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf das Gehäuse der Gäste zu, die auf ihren verletzten Topscorer Cermak verzichten mussten. Die Jadehaie pressten enorm früh, so dass sich die Icefighters in der Anfangsphase kaum aus dem eigenen Drittel befreien konnten. „Das war Teil unseres Matchplans“, sagte das ECW-Trainerduo Nick Hurbanek/Slava Koubenski: „Wir wollten das Tempo von Beginn an hoch halten, ein aggressives Forechecking praktizieren – und das hat eigentlich das ganze Spiel über gut geklappt.“

Schon in der dritten Minute erzielte Tim Maier folgerichtig den Führungstreffer im Nachschuss per Rückhand. Nur vier Minuten später erhöhte Artjoms Tretjakovs auf 2:0 (7.). Meist waren die Sander auch danach einen Tick schneller am Puck, gingen intensiver in die Zweikämpfe und waren auch gedanklich schneller.

So dauerte es bis zur 10. Minute, ehe ECW-Goalie Maksims Cmutovs den ersten Schuss auf sein Tor abwehren musste. Nach einem Konter konnte Daniel Herklotz dann aber doch den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielen (18.).

Trotz der großen Bedeutung verlief das erste Playoff-Spiel dabei erstaunlich fair. Die erste Strafzeit wurde erst kurz vor dem Ende des ersten Durchgangs ausgesprochen.

Das zweite Drittel

Im zweiten Durchgang stand Maier bei einem Schlagschuss von Sergejs Piskunovs goldrichtig vor dem Icefighters-Tor und gab dem Puck den entscheidenden Richtungswechsel zum 3:1 (25.).

Wieder erwischten die Jadehaie also den besseren Start ins Drittel. Während Torschüsse der Gäste auch im zweiten Durchgang Mangelware waren, stellte Vladislavs Barkovskis mit einer schönen Einzelleistung auf 4:1. Nachdem er seinen Gegenspieler ausgetrickst hatte, überwand er auch Dennis Korff im Icefighters-Kasten – und das in Unterzahl (37.).

Das dritte Drittel

Im Schlussabschnitt wurde die Partie dann wilder – auch weil die Gäste nun aggressiver in die Zweikämpfe gingen und ihrerseits früher pressten. Zudem erwischte diesmal Salzgitter die Gastgeber mit dem schnellen 4:2 durch Adam Strakos (41.) auf dem falschen Fuß. Doch die Sander stellten durch Barkovskis den alten Abstand wieder her. Nach einem Puckgewinn an der eigenen blauen Linie war der Sander Topscorer schneller als sein Gegenspieler und ließ auch den Icefighters-Torhüter gekonnt aufsteigen – 5:2 (48.).

Nur eine Minute später netzte Maier zum dritten Mal an diesem Abend. Als beide Teams je einen Spieler auf der Strafbank hatten, schlenzte der ECW-Angreifer die Scheibe formschön in den linken oberen Winkel (49.).

Doch weil plötzlich wieder ein Salzgitteraner völlig frei vor Cmutovs mit einem Zuspiel bedient wurde, war der Sander Goalie machtlos – 6:3 durch Roman Löwing (51.).

Danach war wieder Sandes Barkovskis an der Reihe und gab mit seinem dritten Treffer zum 7:3 (55.) die richtige Antwort der Hausherren. Die Vorentscheidung? Noch nicht ganz. Denn die Icefighters stellten durch Daniel Herklotz auf 7:4 (56.), ehe Tretjakovs nach tollem Zuspiel von Sturmkollege Barkovskis das 8:4 markierte (57.).

Als Salzgitter zwei Minuten vor dem Ende den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahm, stellte Marian Dejdar den 9:4-Endstand her (59.). „Einer geht noch, einer geht noch rein“, skandierten die Haie-Fans. Doch der zehnte Treffer sollte nicht mehr fallen.

Das Fazit

„Unsere drei Reihen haben auf konstant hohem Level gespielt, viel Druck gemacht und viele Chancen kreiert“, lobte Hurbanek. Der bei den Sandern obligatorische Bauarbeiter-Helm für den härtesten Arbeiter im Team war kurz nach Spielschluss in der Kabine unter dem Beifall seiner Teamkollegen an Vladislavs Balakuns überreicht worden. „Er hat wirklich gut gearbeitet und war der Leader in der Defensive“, sagte Hurbanek.

Doch es war hinten nicht alles Gold, was glänzte: „Das Negative war, dass wir direkt vor dem eigenen Tor in einigen Szenen nicht konsequent genug waren und die Gegentreffer zu leicht hergeschenkt haben“, bemängelte der ECW-Coach. Solche Schnitzer dürfe man sich in den weiteren Playoff-Spielen nicht mehr leisten.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt indes nicht. Bereits an diesem Sonntag (18.30 Uhr) steht Spiel zwei des Halbfinales auf dem Programm. Gewinnen die Jadehaie erneut, stehen sie bereits im Finale. Behalten diesmal die Icefighters die Oberhand, folgt das alles entscheidende Spiel drei am kommenden Samstag um 19.30 Uhr in der Eishalle Sande.

Die Statistik

1. Halbfinale, Spiel 1: ECW Sande - Salzgitter Icefighters 9:4 (2:1, 2:0, 5:3)

Tore 1:0 Maier (3. Minute/Vorlage Piskunovs, Balakuns), 2:0 Tretjakvos (7./Dejdar, Barkovskis), 2:1 D. Herklotz (18./Pelikan), 3:1 Maier (25./Piskunovs, Galwas), 4:1 Barkovskis (37./Holiga), 4:2 Strakos (41./Müller, L. Vit), 5:2 Barkovskis (48./Tretjakovs, Dejdar), 6:2 Maier (49./Piskunovs), 6:3 Löwing (51./Strakos), 7:3 Barkovskis (55./Tretjakovs), 7:4 D. Herklotz (56./Pelikan), 8:4 Tretjakovs (57./Barkovskis, Dejdar), 9:4 Dejdar (59./Tretjakovs, Barkovskis).

Strafminuten 4 Sande - 4 Salzgitter.

Zuschauer 400.

2. Halbfinale, Spiel 1: Harzer Falken - Adendorfer EC 3:6 (1:1, 2:1, 0:4)

Zuschauer 822.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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