Hallo liebe Daheimgebliebenen,
hier liegt immer noch eine Menge Schnee, und es ist auch ziemlich kalt. Manchmal schmilzt der Schnee, aber dann kommt immer ein großer Schneesturm und alles ist wieder weiß. Heute war ich zum ersten Mal „snowmobiling“. Fast alle Leute hier in der Gegend haben ein Schneemobil und es ist ein großes Hobby vieler Leute, einfach mit ihrem Schneemobil auf ausgeschilderten Wegen durch die Landschaft zu rasen, meistens zusammen mit vielen Freunden. Zuerst fand ich das immer ziemlich verrückt, aber heute habe ich festgestellt, wie viel Spaß das macht. „Snowmobiling“ gehört wohl einfach zu Wisconsin.
Wisconsin unterscheidet sich übrigens gar nicht so sehr von Deutschland, weil sehr viele Leute hier deutsche Vorfahren haben. Deshalb werden hier sogar „brats“ (Bratwurst) mit Sauerkraut und „German Potato Salad“ (deutscher Kartoffelsalat, der aber gar nicht deutsch schmeckt) gegessen. Viele ältere Leute können auch noch ein bisschen Deutsch sprechen und wenn sie mir begegnen, sind sie immer ganz begeistert, dass sie mal jemandem ihre Deutschkenntnisse zeigen können.
Die Basketballsaison ist jetzt vorbei. Insgesamt haben wir neun Spiele gewonnen und 13 verloren. Unser Trainer war sehr zufrieden, und bei seinen Planungen für die nächste Saison hat er zuerst auch mich mit eingeplant. Dann ist mir aber aufgefallen, dass ich dann gar nicht mehr hier sein werde, und das hat mich sehr traurig gemacht. So geht es mir hier oft, aber natürlich werde ich mich auch freuen wenn ich im Juni wieder nach Deutschland zurückkehre. Auf dem Foto sieht man meine Basketballmannschaft. Ich bin Nummer 21.
Im März habe ich eine große Reise vor mir. Zusammen mit vielen anderen Austauschschülern werde ich unter anderem nach Chicago, New York, Washington D.C. und Philadelphia fahren und alle wichtigen Sehenswürdigkeiten besichtigen. Darauf freue ich mich natürlich schon sehr.
Nach meiner Reise werde ich sicher viel zu berichten haben. Ich wünsche den Brettorfer Faustballern ganz viel Glück und Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften an diesem Wochenende.
Liebe Grüße aus Amerika.
Anna Poppen, 16-jährige Brettorferin, lebt für ein Jahr im US-Bundesstaat Wisconsin.{ID}
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