GLANE - Vier Jahre ist es her, dass der Bogensportverein Wildeshausen die Deutschen Meisterschaften des Europäischen Bogensportverbandes AAE (Archery Association Europe) ausgerichtet hat. Am Wochenende trafen sich die besten Bogenschützen aus ganz Deutschland in Glane, um die Treffsichersten des Verbandes zu ermitteln.

Insgesamt fünf Durchgänge mussten die rund 40 Teilnehmer aus allen deutschen Bundesländern absolvieren, bis die Meister in den Alters- und Bogenklassen feststanden. Dazu kam noch die Wertung der Gastschützen, zu denen auch die zehn Wildeshauser Teilnehmer zählten. Sie wollten die Chance nutzen, einmal nach AAE-Anforderungen an den Start zu gehen.

Dazu gehörte auch Rolf Finke, erster Vorsitzender des Bogensportvereins Wildeshausen. Finke war in der Altersklasse 18-55 nicht zu schlagen und wurde mit dem „Recurve-Bogen“ und 1045 Ringen Sieger. Auch die Wildeshauser Schützen Marcel Hollinden (Altersklasse U18, 476 Ringe), Phillipp Obst (U16, 666) und Aaron Obst (U13, 783) zeigten sich in ihren Konkurrenzen am treffsichersten.

Zum Teil versteckt installiert waren die 14 Scheiben, die mit Tief- und Hochschüssen in bis zu 75 Meter Entfernung und 25 bis 30 Grad den Aktiven ihr ganzes Können abverlangten. Dabei schossen die Erwachsenen über eine Distanz von 20 Fuß (18,28 Meter) bis 80 Yard (73,14 Meter) in allen Bogenklassen. Zu den Stilarten zählen „Barebow Recurve“, „Bowhunter Recurve“, hochtechnisierte „Compound-Bögen“ sowie „Bowhunter unlimited“ und „limited“. Diese offiziellen, internationalen Bezeichnungen entstammen der AAE.

Am ersten Wettkampftag galt es, zwei Field- und eine Animal-Strecke zu absolvieren. Bei den hiesigen Bogenschützen wird jeweils von zwei Feld- und einem Tier-Gang gesprochen. Bei ersterem gilt es, eine Scheibe möglichst genau mit maximal vier Pfeilen zu treffen. Bei den Tierscheiben muss der Schuss möglichst in einem genau gekennzeichneten Herzbereich fallen. Trifft der Schütze zwar das Tier aber nicht die Herzzone, gilt es nur als verletzt. Weitere Schüsse sind nicht zugelassen. Am Sonntag hingegen standen noch zwei Hunter-Gänge (Jagdstrecken) an. Hier wurde auf eine nur schwer auszumachende, gut versteckte Scheibe geschossen. Am Abend fand die AAE-Siegerehrung statt.

Für Verpflegung und Getränke war an beiden Tagen ausreichend gesorgt, sodass der Ausrichter nicht nur für das ideale Gelände viel Lob einheimste.