Glarum - Für eine kleine Delegation des TuS Glarum hat sich die kurze Reise auf die schöne Insel Langeoog gelohnt. Dort nahmen die beiden Turnerinnen Amy Schroeder und Romina Prause nebst Betreuerin Raja Schroeder sowie Reinhard Milter, Trainer und Kampfrichter in Personalunion, am 12. Dünen-Cup teil.
Dabei handelt es sich um einen Turnwettkampf – der einzige auf einer niedersächsischen Insel und beliebt bei Vereinen aus ganz Niedersachsen und Hamburg. „Entsprechend stark ist die angetretene Konkurrenz“, erläutert Milter. Auf dem Einsatzplan standen in der sehr kleinen Halle im ersten Durchgang die Pflichtwettkämpfe der Leistungsstufe 6 der jüngeren Turnerinnen (Jg. 2008 und 2009/2010).
Unter 17 Teilnehmerinnen hatte Romina Prause (2008) alle Hände voll zu tun, um sich gegen ihre Konkurrentinnen durchzusetzen. Doch es gelang ihr hervorragend. Konzentriert präsentierte sie sich bei ihren Übungen den Kampfrichtern. Gleich am ersten Gerät, dem Boden, erreichte Prause die zweitbeste Einzelnote. Auch der Sprung lief gut. 14,70 Punkten von 16 möglichen Punkten bedeuteten an diesem Gerät Platz fünf im Einzelklassement.
Am Balken verhinderte ein „Runterfaller“ die drittbeste Einzelwertung. Am Ende des Tages erreichte Prause einen guten sechsten Platz in einem engen Ergebnisfeld. „Wenn der Balkensturz nicht gewesen wäre, hätte sie in der Gesamtwertung den dritten Platz erreicht“, erklärte Milter.
Im Durchgang der etwas älteren Turnerinnen stellte sich Amy Schroeder (2007), ebenfalls in der Leistungsstufe 6, elf Konkurrentinnen. Auch bei ihr schien sich der Lohn der vorherigen Trainingsarbeit einzustellen. Sie beendete ihr erstes Gerät, den Balken, mit einer grundsoliden Vorstellung und der fünftbesten Einzelwertung. Danach kam der Boden. Wie ihre Vereinskameradin zuvor konnte sie mit einer Traumwertung von 15,00 das zweitbeste Geräteeinzelergebnis ihrer Altersklasse einfahren.
In der olympischen Reihenfolge wechselte Schroeder dann zum Sprung. Mit den beiden hervorragenden vorausgegangenen Wertungen im Rücken absolvierte sie zwei erstklassige Sprünge, deren Noten im Spitzenfeld lagen. „Ich habe sie eindeutig auf Medaillenkurs gesehen, die ersten drei Geräte liefen perfekt“, erklärte Milter.
Dann jedoch unterliefen ihr am Stufenbarren zwei Patzer. Sowohl bei einem Element in der Übung als auch beim Abgang gab es von den Kampfrichtern Abzüge, die Schroeder ein Gesamtergebnis auf Rang fünf einbrachten. „Beide Turnerinnen konnten ihren Leistungslevel deutlich nach oben bringen“, zeigte sich Milter dennoch sehr zufrieden mit dem Abschneiden seiner beiden Schützlinge: „Die Defizite sind bekannt. Unsere Arbeit am Stufenbarren wird wohl demnächst verstärkt werden.“
