Glarum - Der Herbst hatte es in sich für die Gerätturnerinnen des TuS Glarum. Schließlich hatten sie seit dem Ende der Sommerferien zahlreiche Wettkämpfe zu bestreiten, sowohl auf Kreis- als auch auf Bezirksebene. Hinzu kamen einige offene Wettkämpfe. Dazu zählen in der Regel die Freundschaftswettkämpfe ausgerichtet durch befreundete Vereine in der Region.
Nun stand der Advents-Cup beim TV Huntlosen an. „Seine Einzigartigkeit macht ihn besonders attraktiv, denn die jungen Turnerinnen müssen nicht nur an ihren klassischen vier Geräten Sprung, Reck, Balken und Boden antreten, sondern ihre konditionellen Fähigkeiten auch an weiteren sechs Stationen belegen“, erläutert TuS-Trainer Reinhard Milter: „Wer beispielsweise ein fünf Meter langes Seil in 13 Sekunden hochklettern kann, bekommt dafür dieselbe volle Punktzahl wie jemand, der eine fehlerfreie Übung am Schwebebalken gezeigt hat.“
An weiteren Stationen sind Beinkraft (Seilspringen), Bauchmuskeln (Sit-ups bzw. Halten der gestreckten Beine in der 90-Grad-Position an der Sprossenwand) oder das Dehnvermögen (Spagatposition und Brücke) gefragt. Milter: „Dadurch haben auch Talente eine Chance auf eine gute Platzierung, die erst seit kurzer Zeit das Gerätturnen ausüben und die turnerische Exaktheit der Elemente noch nicht beherrschen, aber gute körperliche Voraussetzungen mitbringen.“
Die Teilnahme an diesem Cup gehört beim TuS zum festen Bestandteil des Jahresprogramms. Diesmal machte sich eine kleine Abordnung des Vereins, bestehend aus vier Turnerinnen, einer Kampfrichterin, zwei Betreuerinnen und zahlreichen Eltern auf den Weg. Dabei traten Emilie Müller, Lilly Lengen, Emily Scheel und Neele Klähn alle in der Altersklasse 2009/2010 an.
Sie mussten in dieser Wettkampfklasse nicht nur gegen 14 vereinsfremde Konkurrentinnen antreten, sondern auch gegeneinander. So entwickelte sich der Wettkampf auch zu einem kleinen Vereinsturnier. Während Lilly Lengen am Ende Zehnte und Emily Scheel Siebte wurde, kämpften Neele Klähn und Emilie Müller um den Siegerpokal. Nach gut zwei Drittel der Stationen zeichnete sich aufgrund der an den einzelnen Positionen erreichten Punktzahlen eine Spitzenplatzierung beider Turnerinnen ab. Am Ende war es genau ein einziger Punkt, der den Unterschied zwischen Gold und Silber machte. So siegte Neele Klähn mit 72,5 Punkten vor ihrer Vereinskollegin Emilie Müller (71,5).
„Alle vier jungen Aktiven haben einen tollen Wettkampf abgeliefert, die beiden Spitzenplätze sind natürlich ein großartiges Ergebnis sowohl für die Turnerinnen als auch für den Verein“, bilanzierte Milter: „Es war ein außergewöhnlicher Wettkampf mit einem krönenden Abschluss der Saison.“
