Glarum - Mit großem Erfolg haben acht Talente des TuS Glarum am „2. Delmenhorster Turnerbund-Cup“ teilgenommen. Zum Team-Tross gesellten sich neben Nikita Eggers, dem Geburtstagskind Kimberly Scheel, Emilie Müller, Emily Scheel, Neele Klähn, Elaine Hupfeld, Romina Prause und Amy Schroeder auch zwei Kampfrichter, die den gastgebenden Delmenhorster TB unterstützten, sowie zwei Betreuer und einige Eltern. Geturnt wurde in vier verschiedenen Wettkampfklassen gegen Turnerinnen aus den Vereinen Wüsting-Altmoorhausen, Delmenhorster TV, Delmenhorster TB und BW Lohne.
Stabile Leistungen
In der Wettkampfklasse „Pflicht Leistungsstufe 6, Jahrgang 2003/2004“ trat Elaine Hupfeld konkurrenzlos an. Sie begann am Sprung. Unaufgeregt und zielsicher turnte sie sich durch den Wettkampf und erbrachte an allen Geräten stabile Leistungen. Der Goldpokal war ihr sicher.
In der gleichen Riege, ebenfalls beginnend am Sprung, mussten sich Amy Schroeder und Romina Prause (P 6, Jg. 2007/2008) mit sechs Konkurrentinnen messen. Diese kamen allesamt aus einer der Turnerhochburgen im Bezirk Weser-Ems, dem Verein BW Lohne. „Nach dem ersten Gerät waren Stimmung und Motivation überragend gut“, freute sich TuS-Trainer Reinhard Milter. Grund: Amy Schroeder hatte den zweitbesten und Romina Prause den drittbesten Sprung gezeigt. Am Barren allerdings hatten beide Turnerinnen mit Defiziten zu kämpfen, bei Schroeder kam sogar ein Sturz hinzu. Dies führte dann auch zum Verlust wertvoller Punkte.
Am Folgegerät, dem Balken, gelang Schroeder eine solide Vorstellung, während Prause nach einem Konzentrationsverlust den Balken verlassen musste und danach nur schwer in die Übung zurückfand, punktetechnisch schon weit zurücklag und sich am Ende mit Rang sechs zufrieden geben musste.
Am Boden gelang Schroeder indes eine grandiose „Rückkehr“ in den Wettkampf. Mit einer Traumnote von 15,40 (von 16,50 machbaren) Punkten gelang ihr die beste Kür ihrer Klasse. Damit sicherte sich die Glarumerin zugleich die Bronzemedaille. „Amy ist ein Stehauf-Männchen. Von einer verpatzten Vorstellung an einem Gerät lässt sie sich nicht beirren. Das ist genau das, was eine Wettkampfturnerin braucht“, betonte Milter.
Nikita Eggers und Kimberly Scheel traten in der Klasse P 5 (Jg. 2007/2006) gegen acht Konkurrentinnen an. Und beide hatten einen guten Lauf. „Ruhig, souverän und mit dem nötigen Blick für das Wesentliche begaben sich die beiden an ihre Geräte, ihnen gelang nahezu alles Erforderliche“, bilanzierte Milter. Im Gesamtklassement landete Eggers auf Rang zwei und Scheel auf Rang vier. Letzterer fehlten an ihrem Geburtstag nur drei Hundertstel zu Bronze. Darüber hinaus errang Eggers am Sprung und am Boden jeweils die zweitbeste Tagesnote, Scheel erreichte diese am Reck. Milter: „Ein schönes Geburtstagsgeschenk.“
Beste Balkennote
Auch die jüngsten Glarumerinnen waren in der Erfolgsspur zu finden. In der P 4 (Jg. 2009/2010) mussten sich Emilie Müller, Emily Scheel und Neele Klähn gegen 13 Mit-Turnerinnen behaupten. Mit der besten Balkennote am Einzelgerät und 50,65 Punkten in der Gesamtwertung sicherte sich Müller am Ende sogar den Silberpokal. Derweil musste sich Scheel mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben, erreichte aber in der Geräte-Einzelwertung einen beachtenswerten zweiten Platz am Boden sowie zwei dritte Ränge am Sprung und am Reck.
Klähn hatte nach dem dritten Gerät noch im guten Mittelfeld gelegen, rutschte aber nach einem Patzer am Boden auf Platz neun ab. „Für sie war es eine bittere Erfahrung – die Enttäuschung sichtbar“, sagte Milter: „Aber auch das ist Wettstreit. Neele wird noch viele Wettkämpfe bestehen und sicherlich gute Plätze erzielen – da bin ich ganz sicher.“ Im Übrigen freute sich der TuS-Trainer „über die guten Ergebnisse unserer Turnerinnen“: „Wenn man bedenkt, dass allen noch der am Vortag geturnte Kreisentscheid in den Knochen steckte, ist das umso beachtenswerter.“
Bei der Siegerehrung gab es für die Geburtstags-Turnerin Kimberly Scheel noch einen besonderen Moment. Alle Turnerinnen und Zuschauer sangen ihr ein Ständchen zu ihrem elften Geburtstag. Aber die Glarumerin war vorbereitet: Sie hatte am Vorabend 200 Muffins gebacken, die sie unter allen Aktiven verteilte.
