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Glarumer Mühlen-cup nach Corona-Pause Turner suchen den Weg zurück ins Rampenlicht

Glarum - Turnen in Friesland und Wilhelmshaven – noch vor der Corona-Pandemie war die Sportart beinahe am boomen. Der MTV Jever konnte sich vor Nachfragen jungen Sportler kaum retten, führte lange Wartelisten. Und auch bei den anderen friesländischen Vereine gab es vielfach zumindest ein Angebot. Die Corona-Pandemie ist nicht vorbei, aber das Turnen hat bereits jetzt stark gelitten. „Vor der Pandemie hatten wir sieben Vereine in Friesland, die Turnen im Programm hatten. Jetzt sind es nur noch drei“, sagt Reinhard Milter, Vorsitzender des TuS Glarum. Es ist ihm anzumerken, dass ihn der Niedergang des klassischen Gerätturnens schmerzt. Aber Jammern ist für ihn keine Option. „Wir müssen das Turnen wieder zurück ins Rampenlicht bringen“, sagt er deshalb. Als erster Verein in Friesland hat der TuS nun den Wettkampfbetrieb wieder aufgenommen. Am vergangenen Samstag wurde der 4. Glarumer Mühlencup organisiert. Und die Turner kamen – sogar aus Emden.

Drive in die Sportart

40 Turnerinnen nutzten die Gelegenheit, sich in einem Freundschaftswettkampf auszuprobieren. Neben den Emdern, stellten der TuS Glarum und der TuS Oestringen Kontingente. „Noch sind wir vorsichtig, aber die Zeit des Wartens ist vorbei. Auch wenn der „Coronastachel“ noch zu spüren ist, es wird Zeit, dass wir ihn ziehen. Wir trainieren in den Vereinen nicht für lau, wir wollen uns im fairen sportlichen Wettstreit wieder messen, und zwar in der Öffentlichkeit. Der Turnsport braucht die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt. Nur so bekommen wir den nötigen Drive in unsere Sportart und erreichen das Wiedererstarken in den Vereinen“, so die Hoffnung des Glarumer Vorsitzenden Reinhard Milter.

Starke Konkurrenz

Eng an eng, auf Hockern und Bänken sich drängend, fieberten viele Eltern und Angehörige am Samstag mit ihren um Medaillen kämpfenden Töchtern mit. Die jungen Athletinnen gingen in fünf Wettkampfklassen an den Start. Geturnt wurde im weiblichen, klassischen Gerätturnen an den Standardgeräten Sprung, Stufenbarren – Reck für die Jüngeren –, Schwebebalken und Boden. Der Gastgeber schickte im ersten Durchgang sieben Turnerinnen, aufgeteilt in vier Wettkampfklassen, an den Start. In der Wettkampfklasse Wahlwettkampf P1 bis P6, 2014 trat Zoey Müller gegen zwei starke Konkurrentinnen aus Oestringen an. Am Ende überzeugte sie mit Bestnoten an allen vier Geräten und holte sich den Sieg.

Auch Lea Filipczyk, die in ihrer Altersklasse 2013 gegen drei Konkurrentinnen aus Oestringen antrat, konnte sich trotz eines Sturzes am Boden behaupten und gewann den Siegerpokal. In der dritten Wettkampfklasse, dem Jahrgang 2012, hatte die Glarumerin Maila Ueck eine nicht unerwartete vereinsinterne Konkurrenz. In einem spannenden Wettkampfverlauf und einem sehr engen Ergebnisfeld belegte sie mit 54,30 Punkten Platz eins, dicht gefolgt von ihren Vereinskameradinnen Kea Schulze mit 54,05 Punkten und Annika Huber mit 51,45 Punkten. Die Siegerwertung im Jahrgang 2011 ging an die Emder Turnerin Enni Fröhlich, die sich mit starken Leistungen an den Geräten gegen die zweitplatzierte Oestringerin Mia Sievertsen und die drittplatzierte Glarumerin Amy Riedel durchsetzte.

Zahlreiche Wendungen

Die Kür am Nachmittag brachte mit den älteren Turnerinnen ein höheres sportliches Niveau. Im Altersband 2008 bis 2011 waren die Glarumer Turnerinnen noch konkurrenzlos unterwegs. Im jahrgangsoffenen Wettkampf wurde es allerdings für die Gastgeber gegen den TV Emden spannend. Mit 0,85 Punkten Vorsprung siegte das Glarumer Team letztlich in einem Wettkampf mit zahlreichen Wendungen und auch Strafpunkten. Ein würdiger Abschluss des 4. Glarumer Mühlencups, fand auch der Vereinsvorsitzende: „Ein entspannter Wettkampftag mit guten Ergebnissen. Auf die Leistungen der Glarumer Turnerinnen bin ich stolz und freue mich mit ihnen. Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft“.

Thomas Van Lengen
Thomas Van Lengen Redaktionsleitung Sport, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung
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