Die Frage, ob das Glas halb voll oder halb leer ist, stellten sich am Sonntagabend bei der Rückfahrt von der dänischen Grenze die Drittliga-Handballer der HSG Varel-Friesland. In der Nordstaffel hatten die Spieler von Trainer Andrzej Staszewski – wie berichtet – gegen das Junior-Team des Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt über weite Strecken der Partie in Führung gelegen, sich am Ende aber mit einem 21:21 (12:10) zufrieden geben müssen. Angesichts der Leistungssteigerung gegenüber der Heimschmach gegen den VfL Fredenbeck überwog bei der Truppe um Mannschaftskapitän Helge Janßen das Positive. Im nächsten Heimspiel gegen den Stralsunder HV am kommenden Sonnabend (19.30 Uhr, Manfred-Schmidt-Sporthalle) wollen die Friesen ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Ob Zugang Renke Bitter dabei schon wieder mitwirken kann, ist allerdings fraglich. Der 23-Jährige plagt sich mit Schulterproblemen herum und droht nun (wie schon in Flensburg) längerfristig auszufallen.

Auch der Bundesliga-Unterbau der Flensburger konnte gegen die Vareler nicht in Bestbesetzung auflaufen. In Lukas Blohme und Michael Nicolaisen nehmen zwei Riesentalente mit Profivertrag beim von Ljubomir Vranjes trainierten Champions-League-Sieger zurzeit mit der Ersten der SG Flensburg-Handewitt am IHF Super Globe im Katar teil.

Unterdessen weilte ein früherer Vareler Zweitliga-Spieler am Sonnabend mal wieder nahe seiner alten Heimat am Jadebusen – im Trikot der Handballfreunde Springe. Linkshänder Tim Coors war vor dieser Saison vom Erstliga-Aufsteiger SG BBM Bietigheim zu den Springern gewechselt, konnte aber im Topspiel des zweiten Spieltages beim ebenfalls als großer Titelanwärter gehandelten Wilhelmshavener HV die 23:27 (12:12)-Niederlage nicht verhindern. Coors erzielte für das vom ehemaligen Bundesliga-Spieler Sven Lakenmacher (u.a. SC Magdeburg, TV Großwallstadt, TuS Nettelstedt) trainierte HF-Team in der Nordfrost-Arena drei Tore gegen die Jadestädter. Diese mussten abermals auf ihre beiden verletzten Leistungsträger Evgeny Vorontsov und Ivo Warnecke verzichten.

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ie Bundesligareserve der TSV Burgdorf ist bestens aus den Startlöchern gekommen. Nach dem Auftakterfolg in Köthen (25:24) konnte der Handball-Drittligist in der Oststaffel gegen den HSV Bad Blankenburg nachlegen und mit dem 26:18 (14:8) den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel feiern. Zwar blieb Kreisläufer Dominik Kalafut (Ex-Spieler der HSG Varel-Friesland und des Wilhelmshavener HV) bei seiner Heimpremiere im neuen Verein ohne Torerfolg, holte am Kreis aber vier Siebenmeter heraus. Der Vareler fühlt sich in der Landeshauptstadt wohl und trainiert zusätzlich mehrmals wöchentlich unter Coach Christopher Nordmeyer mit dem Bundesliga-Kader des TSV Hannover-Burgdorf.