GöDENS - Bei der Besichtigung des Feldkampfgeländes am Neujahrstag in Gödens war der Unmut der ostfriesischen Delegation um Eilert Taddigs, Holger Wilken und Tido Kleen über den Wettkampf-Platz offenkundig. Lange Zeit haderte der Feldobmann des Friesischen Klootschießerlandesverbandes Hans-Georg Bohlken und suchte nach Kompromissen. Jetzt ist es amtlich: Zum traditionsreichen 25. Feldkampf zwischen Oldenburg und Ostfriesland zieht es die Friesensportler auf den Segelflugplatz nach Bohlenbergerfeld statt nach Neustadtgödens.
Doch die Arbeit des Teams um Abbo Georgs, Wilhelmshavener Kreisvorsitzender, ist nicht umsonst: Die Wilhelmshavener Friesensportler sind nach wie vor Gastgeber und zeichnen für die Organisation verantwortlich. Deshalb kam es am Neujahrstag auch zum Klootaufhängen, der offiziellen Herausforderung zum Feldkampf, vor der traumhaften Kulisse von Schloss Gödens.
Jugendbetreuer Bernd Tapkenhinrichs nahm als erster den Kloot in die Hand und forderte die Ostfriesen um Eilert Taddigs zum Kräftemessen. „Vor drei Jahren in Ardorf unterlagen wir denkbar knapp nach Metern, jetzt werden wir siegen; egal ob in Neustadtgödens oder Bohlenbergerfeld“, sagte Tapkenhinrichs selbstbewusst.
Bei den Junioren, die am Sonnabend, 3. Januar, um 9 Uhr antreten, sehen sich die Ostfriesen um Mannschaftsbetreuer Holger Wilken als klare Favoriten, auch wenn in Europameister Stephan Runge aus Kreuzmoor und dem EM-Dritten Hendrik Rüdebusch aus Vielstedt-Hude große Namen für Oldenburg an den Start gehen.
Das Salz in der Suppe ist und bleibt jedoch der Hauptkampf am Sonntag, 4. Januar, ab 9 Uhr jetzt in Bohlenbergerfeld. Die Titelverteidiger aus dem Oldenburger Land um Feldobmann Hinny Harms hielten sich mit ihrer Euphorie allerdings noch moderat zurück.
Ostfrieslands Feldobmann Tido Kleen hat dagegen sehr genau hingehört und wittert gerade mit der Nominierung des Butenostfriesen Gerd Kleemann aus den USA die Möglichkeit, den Oldenburgern endlich wieder beizukommen. Ganz von der Hand zu weisen ist das nicht, hat Tido Kleen doch den amtierenden Europameister Frank Goldenstein und den Rekordhalter Stefan Albarus in seinem hochkarätigen Aufgebot.
