Vilhelmsborg - Sechs Jahre ist es her, dass ein deutsches Vielseitigkeitsteam mit einer Medaille von den Pony-Europameisterschaften zurückkehrte. Im dänischen Vilhemsborg haben die deutschen Reiter nun ganze Arbeit geleistet.
Von der ersten der drei Teilprüfungen an lagen Calvin Böckmann (Lastrup) mit Askaban B, Anna-Lena Schaaf (Voerde) mit Pearl, Libussa Lübbeke (Wingst) mit Nadeem und Johanna Schulze Thier (Ascheberg) mit Mondeo souverän in Führung. Mit 135,6 Minuspunkten gewannen sie Gold und verwiesen Großbritannien (153,7) und Frankreich (161,9) auf die Plätze.
Eine Überraschung gab es am Ende aber doch. Nicht Titelverteidiger Calvin Böckmann stand schließlich ganz oben auf dem Treppchen, sondern die Deutsche Meisterin Anna Lena Schaaf (41,4). Bis zum Springen war es umgekehrt, da hatte Böckmann dank der besten Dressur und einer Nullrunde durch das Gelände vor seiner Teamkollegin in Führung gelegen. Im Springen blieb sein Askaban B jedoch vor Hindernis zwei stehen
„Danach hat Calvin gekämpft für zwei, aber für den Sieg reichte es nicht mehr. Aber gut, dass er so ein gutes Polster aus der Dressur hatte“, sagte Bundestrainer Fritz Lutter. Trotz der Verweigerung und eines Zeitstrafpunktes reichte es für Böckmann mit 43,3 Minuspunkten zur Silbermedaille. Auf dem Bronzerang landete der Belgier Jarno Verwimp (44,3).
Am Ende gab ein dickes Lob für alle vom Bundestrainer. „Unsere Reiter sind hier geritten, das war vom Allerfeinsten“, schwärmte Lutter. „Nach dem Geländeritt gab es sogar ein offizielles Lob von der Richtergruppe für das stilistisch gute Reiten, das alle zeigten. Das kommt nicht allzu oft vor.“ Vor allem auch der Teamgeist und die gute Stimmung im deutschen Lager mit allen Teilnehmern, den Eltern und den Trainern wurde von Lutter besonders hervorgehoben.
