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Klarer Wahlsieg für Rot-Grün  – CDU historisch schwach
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Klarer Wahlsieg für Rot-Grün – CDU historisch schwach

NWZonline.de Sport

Goldmedaille mit ganz viel Geschichte

01.03.2010

VANCOUVER Anni Friesinger-Postma atmete tief durch: Vor dem olympischen Teamwettbewerb hatte die Inzellerin lautstark ihren Einsatz gefordert und sich damit nicht gerade beliebt gemacht. Im Halbfinale war es just sie, die fast die angestrebte Medaille verspielt hätte. Völlig erschöpft strauchelte sie 300 Meter vor dem Ziel zum ersten Mal. Sie fing sich gerade noch, versuchte den Anschluss an ihre Mitstreiterinnen Stephanie Beckert und Daniela Anschütz-Thoms herzustellen. Vergeblich – ihre Rufe wurden nicht erhört.

Bäuchlings ins Ziel

30 Meter vor dem Ziel schien dann das Aus des Trios perfekt zu sein. Nach einem Sturz schlitterte die 33-Jährige wie bei einer Trockenschwimmübung bäuchlings dem Zielstrich entgegen – die US-Frauen holten auf. Geistesgegenwärtig und akrobatisch zog die routinierte Friesinger-Postma ihren rechten Schlittschuh nach vorne, an dem der Transponder für die Zeitmessanlage befestigt war. Es war die richtige Reaktion zur rechten Zeit. 0,23 Sekunden vor der letzten US-Amerikanerin war sie ins Ziel gekommen. Das Finale war erreicht und Friesinger-Postma mit den Nerven am Ende.

Dem Halbfinal-Spektakel sollte ein Endlauf-Krimi folgen, der besser nicht hätte inszeniert werden können – mit Zuschauerin Friesinger-Postma und Katrin Mattscherodt als dritter Läuferin.

Finalgegner Japan machte das Tempo, setzte sich auf der 3000 Meter langen Strecke Stück für Stück ab. 1,14 Sekunden lag das deutsche Trio 400 Meter vor dem Ziel zurück.

Lokomotive Beckert

Friesinger-Postma fieberte im Innenraum mit, während auf der Bahn die zweimalige Silbermedaillengewinnerin Beckert zur Lokomotive des Trios wurde. 0,74 Sekunden betrug der Rückstand 200 Meter vor dem Ende. Das Team erhöhte noch einmal das Tempo. Mit Erfolg. Mit dem dünnen Vorsprung von 0,02 Sekunden holte es Gold. Freude bei allen und große Erleichterung bei der Gestrauchelten, die auf ihre Kolleginnen zu stürmte. Mit zwei Deutschland-Fahnen in den Händen feierte das Quartett.

An die Nerven waren die Rennen Anschütz-Thoms gegangen: Sie verschwand in den Katakomben und weinte. „Ich fang gerade an zu begreifen, was in den Rennen passiert ist“, schluchzte sie.

„Die Spiele bleiben bei mir als Wechselbad der Gefühle in Erinnerung“, meinte Friesinger und ergänzte: „In dieser Goldmedaille steckt so viel Geschichte“. Wie wahr.

Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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