GRABSTEDE - Erstmals hat der Bockhorner Friendship-Force-Club Gäste aus der Schweiz empfangen – und für den Club aus Solothurn, vor wenigen Monaten gegründet, war es gleichfalls die erste Auslandsreise überhaupt. Heinrich Ihmels aus Grabstede hatte auf friesischer Seite den Besuch organisiert, er begrüßte elf Erwachsene und drei Kinder mitsamt den Gastgeber-Familien im evangelischen Gemeindehaus an der Theilenmoorstraße mit launigen Worten in Plattdeutsch. Der Präsident des Solothurner Clubs, Kurt Häfeli, revanchierte sich in Schwyzerdütsch; das war aber auch das einzige, was beide Gruppen zu trennen schien, von Anfang an herrschte eine sympathische Atmosphäre im Gemeindesaal.
Schweizer überzeugen
„Die Friesen sind nicht stur, wir wollen die Schweizer vom Gegenteil überzeugen“, erklärte Ihmels, und wies die Gäste, die gerade aus Hamburg gekommen waren, darauf hin: „Wir haben hier keinen Michel, keinen Kölner Dom und keine Loreley, dafür haben wir hier viel Natur.“ Er dankte der Pastorin Susanne Schymanitz für die Aufnahme im Gemeindehaus, diese gab den Ball zurück: „Ich habe gerne die Türen geöffnet für Friendship Force. Hier findet das Dorfleben von Grabstede statt. Ich bin selbst zugereist, ich kann nur sagen: Die Friesen sind nicht stur, sondern ausnehmend freundlich.“
Bürgermeister Ewald Spiekermann war ebenfalls nach Grabstede gekommen, um die Schweizer zu begrüßen. Er stellte die Infrastruktur der Kommune vor und übergab als Gastgeschenk ein Bockhorner Wappen.
Kurt Häfeli wies darauf hin, dass die Vorsitzende des Bockhorner Friendship-Force-Clubs, Christa Bartels, die eigentliche Initiatorin der Reise gewesen sei: „Kaum hatten wir uns im Jahr 2009 gegründet, da waren die Bockhorner die ersten, die uns eingeladen hatten. Schön für uns; denn die meisten von unseren Mitgliedern waren noch nie hier oben.“ Die Schweizer üben sich aber schon in einer ganz anderen Sprache als Plattdeutsch, in der japanischen; denn die nächste Reise geht nach Tokio.
Fahrt durch die Wehde
Zum Programm für die Gäste zählt ein Besuch der Insel Langeoog, eine Tagesfahrt durch die Friesische Wehde, wahlweise für Rad- und Autofahrer, sowie eine Besichtigung des Schulmuseums in Bohlenbergerfeld. Am Sonnabend werden die Schweizer die Rückfahrt in den Jura antreten.
