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Gristeder Mailauf Fenna Froehlich lässt in Gristede Streckenrekord schmelzen

Schnappte sich den Streckenrekord auf der Zehn-Kilometer-Strecke: Fenna Froehlich.

Schnappte sich den Streckenrekord auf der Zehn-Kilometer-Strecke: Fenna Froehlich.

Lars Puchler

Gristede - „Das war wirklich nicht mein Wetter“, sagte Fenna Froehlich nach ihrem Zieleinlauf bei der 33. Auflage des Gristeder Mailaufs mit einem Lachen. Ihre Fabelzeit von 37:52 Minuten, die sie für die Zehn-Kilometer-Strecke benötige, sprachen aber eine ganz andere Sprache. Denn mit dieser Leistung schnappte sich die gebürtige Leeranerin, die seit Anfang des Jahres in Oldenburg wohnt, trotz der großen Hitze, den Gristeder Streckenrekord bei den Frauen.

Nächster Rekord

Die Assistenz-Ärztin hatte sich relativ spontan für den Lauf in Gristede angemeldet. „Während des Laufs habe ich nicht so wirklich auf die Uhr geschaut und wusste daher nicht, dass ich in Rekordzeit unterwegs bin“, sagte Froehlich und lacht. Bisherige Rekordhalterin war Bonnie Andres, die im Jahr 2019 in 37:58 Minuten ins Ziel kam. Froehlich hat aktuell einen Lauf: Schon im Januar hatte sie den Streckenrekord auf der Sandkruger Schleife (13 Kilometer in 48:58 Minuten) geknackt. Damit ist sie in guter Frühform für ihr großes Jahresziel – die Deutsche Meisterschaft im Halbmarathon in Hamburg im September.

Auf Gristede kam die neue Rekordhalterin vom LAC Lübeck über ihre Schwester Jule. „Jule war zuletzt in Schortens beim Straßenlauf am Start und da wurde ihr ein Start in Gristede nahegelegt. Also bin ich spontan mitgekommen“, sagte Fenna Froehlich. Auch für ihre zwei Jahre jüngere Schwester hatte sich der Start beim Mailauf gelohnt. In 41:28 Minuten belegte sie bei den Frauen Platz zwei, Dritte wurde Laura Schmidt vom TCO „Die Bären“ in 43:23. Bei den Männern setzte sich Matthias Schütte vom BV Garrel (37:09) vor Erik Rosenau („Die Bären“, 37:12) und Eike Kruse (Team Laufrausch, 37:38) durch. Als schnellster Ammerländer kam Henrik Fortmann vom SSV Gristede als Vierter in 38:23 ins Ziel.

Wolfsburger Doppelsieg

Über die Fünf-Kilometer-Strecke sorgte ein Laufpaar des VfL Wolfsburg für einen Doppelsieg. Ronny Bartels setzte sich in 16:16 Minuten vor Julius Oettinger (17:19) und dem Gristeder Lucas Schwengels (BV Garrel, 17:24) durch. „Ich wollte eigentlich eine tiefe 16er-Zeit laufen, aber es war dafür zu heiß. Trotzdem ist das hier eine schöne Strecke, ich komme gerne wieder“, sagte der Braker. Für ihn gehe es nun in einen Trainingsmonat – unter anderem nach Mallorca, um sich auf die Herbstsaison vorzubereiten. Ins Ammerland kehrt Bartels wahrscheinlich aber zurück. „Ich möchte im Herbst noch einmal einen schnellen Zehn-Kilometer-Lauf machen. Dafür habe ich den Herbstlauf in Ofen angepeilt“, sagt Bartels.

Auch die jüngsten Läufer trotzten in Gristede den hohen Temperaturen: Beim Schülerlauf über die 1500 Meter waren 43 Kinder mit dabei.

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Lars Puchler
Gristede

Frauen-Siegerin Rebekka Gerdes war im vergangenen Jahr schon in Gristede dabei und belegte in 19:59 Platz zwei. „Da war ich aber nicht ganz fit. Daher hatte ich mit der Strecke noch eine Rechnung offen. Das hat wunderbar geklappt“, sagte Gerdes.

Die Starterin des VfL Wolfsburg hatte zwar mit dem Streckenrekord von Josina Papenfuß (17:53) aus dem Jahr 2017 geliebäugelt. „Aber dafür war es zu warm. Eigentlich ist es hier eine schöne flache, schnelle Strecke. Aber heute war es brutal“, sagte die Soldatin, die aktuell in Wilhelmshaven stationiert ist, zu ihrer Zielzeit von 18:34 Minuten, mit der sie Lea Smit (DSC Oldenburg, 18:39) und Eva-Sophie Detmers („Die Bären“, 18:49) auf die weiteren Plätze verwies. Die Reise nach Gristede habe sich also gelohnt. „Das ist hier eine schöne Strecke und ein tolles Event. Im nächsten Jahr bin ich bestimmt wieder dabei“, sagte Gerdes mit einem Lachen.

Zufriedene Gastgeber

Zufrieden mit dem Wettkampftag zeigte sich Frank Behrens aus dem Organisationsteam des SSV Gristede. „Für die Läufer war es vielleicht ein bisschen warm, für uns als Organisatoren aber perfekt“, scherzte er. Auch mit den 350 Anmeldungen zeigte er sich zufrieden. Die Voranmeldungen im April liefen zwar ein bisschen schleppend. „Die Zahl ist am Ende für unseren kleinen Ort aber ein guter Wert“, sagte Behrens. Ihn freue es, dass sich der Trend dahin bewege, dass immer mehr Läufer gleich mit der ganzen Familie in Gristede melden würden

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland
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