Ovelgönne/Turku - „Ich bin wegen der Pferde in Deutschland.“ Kristiina Piiroinen sitzt in der Kantine des Reitervereins Ovelgönne und hat eigentlich gar keine Zeit. Die 32-jährige Dressurreiterin ist in die Wesermarsch gekommen, um einige ambitionierte Reiterinnen des Vereins fortzubilden. Es ist kurz vor 18 Uhr, vier Trainingseinheiten stehen noch bevor – und die Finnin trinkt nur noch einen Schluck Kaffee, natürlich schwarz.
In der alten Reithalle wartet bereits die erste Gruppe: Hilla Hashagen, Imke und Tomma Decker schätzen die Finnin sehr, die auf den ersten Blick sieht, wie es um die Harmonie zischen Reiter und Pferd steht. Piiroinen ist finnische Meisterin im Dressurreiten und hat in Deutschland bereits mit Nationaltrainern zusammengearbeitet. Inzwischen startet sie für den Reitverein Elmlohe-Marschkamp – und das auf dem höchstem Niveau.
Die offene, freundliche und zierliche Frau ist nicht zu unterschätzen. In der Reithalle unterrichtet sie ihre Schülerinnen prägnant mit präzisen Kommandos. Ihrem geschulten Auge entgeht nichts, und die schneidende Kälte in der dunklen Halle kann ihrer Stimme anscheinend nichts anhaben. Auch in der vierten Stunde, also kurz vor 22 Uhr gibt sie lautstark die oft so entscheidenden Hinweise.
Piiroinen sieht sich selbst übrigens als große Freundin der Oldenburger. Ihre Dressurpferde „Mike Tyson“ und „Shirkan“ tragen den Oldenburger Brand – und dass sie die beiden Vierbeiner im Griff hat, das versteht sich von selbst.
