Hooksiel - Was für ein Auftakt für die 35. Rennsaison auf der Jaderennbahn in Hooksiel direkt hinter dem Deich: Der Startwagen machte gleich nach dem ersten Rennen schlapp, so dass die Jockeys mit ihren Trabern auf dem Geläuf per Anlauf starten mussten – was zu einigen Fehlstarts führte. Aber dafür klarte der Himmel auf, der Regen, der den ganzen Tag über gefallen war, ließ nach und so hatten die mehr als 1000 Besucher Freude am ersten Renntag des Hooksieler Rennvereins um Vorsitzenden Günther Lühring, der ebenfalls an den Start ging.

Gertrud Schnelle (links) und Gudrun Lenger                      Bild: Antje Brüggerhoff

Gertrud Schnelle (links) und Gudrun Lenger                      Bild: Antje Brüggerhoff

Auch Gertrud Schnelle und Gudrun Lengert waren gut gelaunt als sie sich, kurz bevor die Starterglocke zum ersten Mal an diesem Mittwochabend läutet, auf den Weg zur VIP-Longe machten. „Wir gehen schon seit ein paar Jahren hier her“, sagen sie. Und wetten Sie auch? „Aber klar doch“, rufen die Frauen.

Im Fahrerlager der Amateur-Trabrennfahrer bereitet sich derweil Johnny Maurix auf sein Rennen vor. Er kommt extra aus den Niederlanden, wie viele der Starter in Hooksiel. „Ich war schon ein paar Mal hier“, sagt der 54-Jährige. „Das bereitet mir immer sehr viel Spaß.“ Auch, wenn es zwischendurch regnen sollte? „Ja, die Pferde mögen es sogar, wenn der Boden leicht aufgeweicht ist“, meint er.

Und dann beginnt das erste Trabrennen, bei dem schnell deutlich wird, dass die Teilnehmer auch nach der ersten Runde noch sehr dicht beieinander liegen. Die Anspannung der Zuschauer wird umso größer – mit lauten Rufen feuern sie ihre Favoriten an.

Cornelis Imming mit Detlef Orth                     Bild: Antje Brüggerhoff

Cornelis Imming mit Detlef Orth                     Bild: Antje Brüggerhoff

Sieger des ersten Rennens wird schließlich Cornelis Imming mit Zephir. Wie immer unterhält sich Moderator Detlef Orth nach dem Rennen mit dem Gewinner, und es stellte sich heraus: Cornelis Imming ist schon 72 Jahre alt. Spaß am Rennen hat er nach wie vor. Noch will er nicht auf seine Runden auf dem Geläuf verzichten.

Am Rand der Rennbahn haben es sich Katrin Hühner und ihre Familie gemütlich gemacht haben. „Wir kommen ursprünglich aus Nordrein-Westfalen, aber machen regelmäßig Urlaub in Hooksiel“, sagt sie. „Und ein Besuch der Renntage auf der Jaderennbahn muss einfach sein – vielleicht sind wir beim zweiten Renntag auch wieder dabei“, fügt sie hinzu und lacht.

Nina (links), gemeinsam mit Leoni                               Bild: Antje Brüggerhoff

Nina (links), gemeinsam mit Leoni                               Bild: Antje Brüggerhoff

Auch ihre Tochter Nina hat immer Freude an den Rennen: Die Zwölfjährige reitet nämlich seit sieben Jahren. In einem Sulky hinter dem Pferd hat sie aber noch nicht gesessen. Auf die Frage, ob sie auch irgendwann einmal an solch einem Rennen teilnehmen möchte, muss sie kurz überlegen. Sie blickt über die Jaderennbahn – dann ist sie sich sicher: „Ja, das kann ich mir schon vorstellen“.

Fast ihr ganzes Leben lang reitet auch die zehnjährige Rika. „Wir haben selbst drei Pferde zu Hause“ , erzählt sie. Gemeinsam mit Mutter Jenny und Matthias Hartmann ist sie zum ersten Mal bei einem den Renntagen in Hooksiel. „Wir sind schon gespannt, wetten werden wir natürlich auch“, sagt Matthias Hartmann.

Gleich zwei Siege hat am ersten Renntag Katie Beer errungen, beide Male mit Traber Irrwisch. Beim üblichen Gespräch während der Siegerehrung verriet sie Moderator Detlef Orth aber auch, dass das Pferd in seiner Art schon sehr speziell sei.

Auch Jochen Holzschuh konnte zwei Siege erringen. Günther Lühring schaffte es beim sechsten Rennen mit Ricmic Deval immerhin auf den zweiten Platz.

Die nächsten Rennen beginnen am Mittwoch, 20. Juli, und am 3. August, jeweils um 18 Uhr.

Antje Brüggerhoff
Antje Brüggerhoff Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt