GROßENKNETEN - GROßENKNETEN/JSM - Ungewohnte Schwächen offenbarten die Bezirksliga-Fußballer des TSV Großenkneten beim 1:6 bei der Reserve des TuS Esens. Mit teils haarsträubenden Abwehrfehlern luden sie die Gastgeber geradezu zum Toreschießen ein.
Doch nicht nur das Spiel selbst, sondern auch die Vorbereitung verlief ungewöhnlich. „Erst am Nachmittag habe ich erfahren, mit wie vielen Spielern wir nach Esens fahren“, sagte TSV-Trainer Lutz Hoffmann. Am Ende waren es 13, darunter Ersatztorwart Marian Paradies, Thomas Wilke und Uwe Kämper aus der zweiten Mannschaft und der reaktivierte Jan-Bernd Stolle. Simon Koronowski (Knieprobleme), Frank Nappe (Erkrankung) und Thomas Stöver (Arbeit) vielen kurzfristig auf.
In Esens schlug sich die zusammengewürfelte Mannschaft zunächst gut. Sowohl vor dem 0:1 als auch vor dem 0:2 und 0:3 vergab der TSV beste Möglichkeiten. „Es war ein schizophrenes Spiel: Wir haben vorne die großen Torchancen, sind mindestens gleichwertig und liegen 0:3 zur Pause hinten.“
Auch nach dem 1:3 durch ein Eigentor von Heiko Schipper, der eine Hereingabe von André Deters abfälschte, hatten die Gäste weitere gute Chancen. Die Tore fielen aber allesamt auf der Gegenseite.
Hofmann hakte das deftige Ergebnis, nicht aber die Einstellung einzelner Akteure schnell ab: „Mir missfiel, dass einige meiner Spieler wie Michael Eilers oder Henning Butt früher resigniert haben als andere.“
TSV: Frerichs – Hommers, Mannott, G. Jaedicke, Deters, T. Wilke, Hofmann, Butt, Eilers, Kämper (70. Stolle), Bruns.
Tore: 1:0 Rosenbohm (15.), 2:0 Backhaus (18.), 3:0 Schipper (31.), 3:1 Schipper/ET (59.), 4:1/5:1 Backhaus (63./65.), 6:1 Emken (FE/83.).
