GROßHEIDE/RODENKIRCHEN -

Der AT Rodenkirchen wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. 2006 könnten die Titelkämpfe in Rodenkirchen stattfinden.

GROßHEIDE/RODENKIRCHEN/MWZ - 150 Völkerballspielerinnen kämpften in Großheide um den 19. Landesmeistertitel. Zwölf Mannschaften mussten sich in einer Vorrunde in zwei Gruppen für die Finalrunde qualifizieren. Die Landesmeisterschaft wurde nach Großheide aus Anlass des 50-jährigen Vereinsjubiläums vergeben. Da die Mannschaft von Stern Völlenerfehn nicht antrat, wurde von der Wettkampfleitung um Gudrun Meyer (Rodenkirchen) der Spielplan kurzfristig geändert.

In 18 Vorrundenspielen mussten sich die Teams in drei Gruppen für die Finalrunde qualifizieren. Bereits hier gab eine Überraschung, denn der sechsmalige Rekord-Landesmeister RSV Emden schied aus, stattdessen setzten sich WT Loppersum, SG Borussia Ringe (Gruppe A), VfL Jheringsfehn, SV Wybelsum (Gruppe B) sowie AT Rodenkirchen, Cosmos Getelo (Gruppe C) durch. In der Finalrunde wurden in zwei Gruppen die Endspielteilnehmer ermittelt. In der Gruppe D konnten sich die Spielerinnen vom AT Rodenkirchen erneut ungeschlagen für das Endspiel vor WT Loppersum II und SV Wybelsum platzieren. Die Finalgruppe E war ausgeglichener, am Ende sich SG Borussia Ringe vor Jheringsfehn und Cosmos Getelo für das Finale qualifizierte.

Entgegen der Vor- und der Zwischenrunde, wo alle Sätze in einem Acht-Minutentakt gespielt wurden, wurde das Endspiel in zwei Gewinnsätzen ohne Zeitvorgabe ausgetragen. Das Endspiel leitete Therese Wollny, Staffelleiterin aus Emden, mit drei Schiedsrichtern von Frisia Emden. Obwohl die Spielerinnen der SG Borussia Ringe viel Druck machten und zeitweise in Überzahl auf dem Platz standen, spulten die Spielerinnen vom AT Rodenkirchen ihr ruhiges Spiel ohne Hektik ab. Nachdem der erste Satz knapp mit 4:0 an Rodenkirchen ging, erwarteten die Zuschauer ein Aufbäumen der Borussia. Aber auch der zweite Satz ging mit 5:0 an die Spielerinnen aus Rodenkirchen. Landesfachwart Johannes Voß: „Vor der Landesmeisterschaft hatte ich mehrere Favoriten. Einer davon ist ins Finale gekommen. Mein größter Favorit AT Rodenkirchen hat seinen Titel von 2004 souverän und würdig verteidigt.“

Endstand: 1. AT Rodenkirchen, 2. SG Borussia Ringe, 3. WT Loppersum, 4. Cosmos Getelo, 5. VfL Jheringsfehn, 6. SV Wybelsum, 7. RSV Emden, 8. SV Hage, 9. Frisia Emden, 10. RW Bimolten, 11. SV Georgsheil, 12. SV Leezdorf.

Bei der Siegerehrung für den Landesmeister hat Julia Ahlhorn, Spielertrainerin des AT Rodenkirchen, die Bewerbung des ATR um die Ausrichtung der Landesmeisterschaften 2006 in Rodenkirchen bekannt gegeben.