Grüppenbühren - Lohnenswerter Auslandstrip: Erste Erfahrungen bei einem internationalen Mounted-Games-Wettkampf gesammelt hat das U-14-Team des Reitervereins Grüppenbühren. Alina Marie Behrens, Birthe Kaarina Zielke, Tomke von Waaden, Tammo Hoffmann und Lea Hoffmann nahmen mit ihren Ponys an der „Compétition Internationale de Ghlin 2018“ in Belgien teil – und bewiesen dort zum Abschluss ihrer ersten Mounted-Games-Saison absolute Nervenstärke.

Dabei hätte der Auftakt dieses Wettkampfes zunächst kaum schlechter laufen können. Im imposanten Hippodrom von Ghlin ging bei den Grüppenbührenern im ersten Lauf alles schief, was nur schiefgehen konnte. Aber Aufgeben war für die Sechs- bis Elfjährigen keine Option: Noch am gleichen Tag absolvierte das Team den zweiten Lauf in höchster Konzentration und konnte sich dann bei dem einen oder anderen Spiel sogar im Mittelfeld platzieren.

Während die Mounted Games in Deutschland noch ein Nischendasein fristen, genießen sie in den Heimatländern der Gegner teils den Status des inoffiziellen Nationalsports – insbesondere in England ist das der Fall.

Bislang unbekannten Bedingungen waren die „Grübis“ am zweiten Wettkampftag ausgesetzt: Bei herbstlichen zwei Grad mit leichtem Bodenfrost und Nebel mussten die U-14-Mannschaften bereits um kurz nach 8 Uhr starten. Dabei galt es unter anderem, einen Ball aus einem Wassergefäß herauszufischen und sich selbst mit den eisigen Fingern wieder in den Sattel zu ziehen – was nicht allen Kindern gelang.

Im Finale konnten die Grüppenbührener Reiter ihre Leistung noch einmal steigern und die Spiele sauber zu beenden. Die verloren gegangenen Punkte aus dem ersten Lauf waren jedoch nicht mehr aufzuholen. Durch die sauber gerittenen Spiele und die richtige Korrektur der Fehler blieben die „Grübis“ am Ende als einzige der sieben U-14-Mannschaften ohne „Nuller“.

Am Ende blieb für die Grüppenbührener bei ihrem ersten Turnier im Ausland Platz sieben hinter den Teams aus Belgien, Frankreich und England. Für die Talente beginnt jetzt unter der Leitung ihres Trainers Simon Keppler die Winterarbeit. Für das kommende Jahr streben sie die Qualifikation zum Championat an und wollen erneut in Belgien an den Start gehen. Zudem ist geplant, die zweite Auflage des eigenen Mounted-Games-Turniers diesmal auf zwei Tage auszuweiten.