GRüPPENBüHREN - Eigentlich sollte der Pferdesport bei einem Reitturnier im Mittelpunkt stehen. In Grüppenbühren spielte aber auch König Fußball eine Rolle.
von michael heinen
GRÜPPENBÜHREN - König Fußball hält derzeit das Zepter fest in der Hand. Diese Erfahrung mussten auch die Organisatoren des Dressurturniers in Grüppenbühren machen. Lag am Sonnabendvormittag die Starterfüllung in den Wettbewerben noch bei erstklassigen 85 Prozent, mussten am Nachmittag merkliche Abstriche gemacht werden. Viele Reiter wechselten vom Sattel in den bequemen Fernsehsessel und verfolgten das Spiel Deutschland gegen Schweden. Zwar halbierte sich durch den Fußball das Starterfeld der Mannschaftsdressur, aber es tat der guten Stimmung keinen Abbruch: „Wir konnten unseren Zeitplan perfekt einhalten und waren am ersten Turniertag bereits um 19.10 Uhr mit allen Wettbewerben durch“, erzählte Pressesprecherin Karoline Schulz.Sportlich (gemeint ist Pferdesport, nicht Fußball) sorgten die Lokalmatadore vor heimischer Kulisse für Furore. So gab es in den Prüfungen der Klassen E und A gleich drei Erfolge für die Gastgeber. In der Dressurprüfung der Klasse A ging kein Weg an Gisela Borgmann vorbei. Mit ihrer Rania B beherrschte sie das Geschehen in diesem Wettbewerb und sicherte sich mit der Note 7,70 klar den Sieg. Sie verwies Vereinskollegin Carina Wiltfang und Wilfried Lawrenz vom RC Hude auf die Plätze. Auch Ponyreiterin Eilika Böye hatte vor heimischer Kulisse die Siegerhosen an. Sie siegte mit der Traumnote 8,20 in der Pony-E-Dressur. Dritter im Bunde war Lars Berenz, der mit seinem Pony Goya in einer A-Dressur durchstartete. Er verwies mit der Note 7,20 Sabrina Heuer vom RSV Schierbrok und Antje Rüscher vom RFV Wöschenland auf die Plätze. Die Delmenhorsterin Sarah Rebecca Linnig sicherte sich klar den Sieg in der E-Dressur für Pferde.
Einen spannenden vereinsinternen Zweikampf bekamen die Besucher in der Teamdressur der Klasse E serviert. Am Ende setzte sich die erste Auswahl des RV Grüppenbühren mit Farina Sextroh, Marina Wachtendorf, Astrid und Solveig Hoffmann mit der Note 7,20 durch. Die zweite Auswahl mit Josefine Thielhelm, Christiane Alameddine, Astrid Hoffmann und Eilika Böye musste sich knapp geschlagen geben. Platz drei ging an den RC Hude. Die Huder starteten allerdings im Teamwettbewerb der Klasse A durch. Mit einem harmonischen und fehlerfreien Auftritt sicherten sich hier Cynthia Garmhausen, Katja Stöver, Wilfried Lawrenz und Inga Wowerat mit der Note 8,0 klar den Sieg. Mit immerhin 0,40 Punkten Rückstand folgten die Lokalmatadore des RVG mit Kirsten Labbus, Astrid Hoffmann, Anke-Christine Schmager und Solveig Hoffmann auf Rang zwei. Die jüngsten Teilnehmer traten in der Führzügelklasse an. Tobias Wiltfang ließ auf seinem Pony Happy Boy die Mitbewerber hinter sich. Er bekam von den Richtern die
Wertzahl 8,0.
