GRüPPENBüHREN - Ein Wettkampf der besonderen Art stand beim Reiterverein Grüppenbühren (RVG) am Wochenende an: Statt weißer Reithose und Lederstiefel gehörten Sonnenbrille, Marschverpflegung und bequeme Reitausrüstung für Pferd und Reiter zur Grundausstattung. Gefordert waren nicht Geschwindigkeit oder sauber gerittene Figuren im Viereck – dieses Mal ging es um Orientierungssinn, Pferdesachverstand und Geschicklichkeit.
Zum ersten Mal in seiner mehr als 100-jährigen Geschichte war der RVG Ausrichter eines Orientierungsritts. Elf zwei- bis fünfköpfige Teams aus dem Oldenburger Reiterverband starteten im Viertelstundentakt von der Anlage am Hedenkamp zu einem Ritt ins Hohenbökener Moor. Dort galt es anhand einer Streckenkarte den richtigen Weg zu finden und unterwegs an sieben Stationen Punkte zu sammeln. Rund 40 Helfer hatten die Vorjahressiegerinnen des Orientierungsritts und diesjährigen Organisatorinnen als Streckenposten und Kampfrichter mobilisiert. Die gute Vorbereitung durch Katrin Neudert, Rebecca Felleckner, Bettina Kupka und Annika Junge zeigte sich nach dem Ritt.
Reiter voll des Lobes
„Alle Pferde kamen nach rund dreieinhalb Stunden und ohne Anzeichen von Erschöpfung ins Ziel“, so RVG-Vorsitzende Susanne Eichholz. „Die Reiter waren voll des Lobes über die Strecke, die Aufgaben und unser Helferteam.“ Besonders freute sich Eichholz, dass neben Aktiven aus dem Kreisreiterverband (KRV) Delmenhorst sogar Teilnehmer aus den Kreisen Ammerland und Friesland angereist waren. Das Ergebnis des Rittes geht in die Cup-Wertung des Oldenburger Reiterverbandes ein. Die drei besten Teams aus vier Ritten werden am Saisonende ausgezeichnet. Ziel des 2009 initiierten Cups sei es, den Breitensport zu stärken, so Brigitte Müller, Breitensportbeauftragte des Verbandes.
Im KRV Delmenhorst ist der jährliche Orientierungsritt schon seit langer Zeit Tradition. Und Tradition hat es auch, dass das Siegerteam den Ritt im Folgejahr ausrichtet.
RVG scheitert knapp
Fast sah es am Ende so aus, als würde es 2011 wieder vom Hedenkamp aus ins Hohenbökener Moor gehen. Im Abschlussspiel, dem Ringstechen, bewies jedoch das Schierbroker Frauenteam die größere Treffsicherheit als die Grüppenbührener.
Die Platzierung: 1. Just for fun (Schierbrok), 2. RV Grüppenbühren, 3. Die Bunten (Molbergen), 4. Fährt schnell (Westerstede), 5. Die flotten Drei (Westerstede), 6. Die wilden Friesen (Bockhorn), 7. Die Superzicken (Sulingen), 8. Ponyhof Campe (Kirchhatten), 9. Die verrückten Vier (Ganderkesee), 10. Litte Pig Bridge Riders (Schweinebrück), 11. Cavaletti (Wardenburg/Kirchhatten).
