GRüPPENBüHREN - „Im vergangenen Jahr lief es ganz gut“, lächelt Annekatrin Hoffmann, – „bis auf den Sturz.“ Ein Reitfehler ließ die Medaillenträume der Ganderkeseerin beim Vielseitigkeit-Bundeswettkampf 2008 in Westerstede platzen. Hoffmanns Weser-Ems-Equipe, damals Gastgeber des Wettkampfes, belegte am Ende den vierten Platz. Das Quartett verpasste mit 232,50 Minuspunkten haarscharf das Treppchen.

In diesem Jahr findet der Bundeswettkampf vom 23. bis zum 26. Juli in Engersen (Sachsen-Anhalt) statt, 50 Kilometer östlich von Wolfsburg. Hoffmann hofft, dass sie dieses Mal mehr Glück hat – eine Platzierung unter den besten zehn in der Einzelwertung sei möglich, sagt sie. Die Berufsreiterin nimmt zum vierten Mal in Folge teil, zum dritten Mal mit ihrem Pferd Lasse. 2007 war sie die beste Reiterin aus ihrem Verband. Im Wettkampf erwartet sie eine Ein-Stern-Prüfung mit einer Geländelänge von etwa 4,5 Kilometer.

„Ein Wettkampf auf Bundesebene ist immer etwas besonderes“, sagt Hoffmann, die seit Ende vergangenen Jahres für den RV Grüppenbühren reitet. Aus diesem Grund habe sie sich auch für Engersen und gegen Rastede entschieden, wo am selben Wochenende das Oldenburger Landesturnier stattfindet – „so etwas wie eine Olympiade für die Reiter der Region“, erklärt die selbstständige Bereiterin. Nicht jeder könne diese Entscheidung nachvollziehen. Für sie sei der Vergleich auf Landesverbandsebene einfach das größere Ereignis.

Tatsächlich habe der Landesverband Weser-Ems vor dem Hintergrund des Rasteder Turniers Mühe gehabt, eine Equipe für den Bundeswettkampf zusammenzustellen. Die einzige weitere Reiterin aus dem Kreisverband Delmenhorst ist Julia Fellhauer vom RSV Schierbrok.