Grüppenbühren - Gerade einmal 19 Minuten benötigte Vorsitzender Mathias Karrasch am Montagabend, um die Regularien abzuarbeiten: Für seine nachgeholte Jahreshauptversammlung hatte der Vorstand des Reitervereins Grüppenbühren die Tagesordnung coronabedingt auf das Nötigste verkürzt. Getagt wurde im Freien – auf dem Reitplatz am Hedenkamp – und im Stehen unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln.
Die Ehrung der erfolgreichsten Reiter der vergangenen Saison entfiel diesmal – sie werde im kommenden Jahr nachgeholt, versprach Karrasch den rund 30 anwesenden Mitgliedern. Auch seinen Jahresbericht verkürzte der Vereinschef, um die Versammlung nicht unnötig in die Länge zu ziehen.
Im Plus abgeschlossen
Als „sehr erfreulich“ bezeichnete Karrasch den Jahresabschluss des RV Grüppenbühren für 2019. So habe der Verein nach mehreren Jahren des Verlustes wieder ein deutliches Plus erwirtschaften können – was auch einer lange überfälligen, 2019 aber endlich vollzogenen Beitragserhöhung zu verdanken sei.
„Wir sind optimistisch, dass wir auch 2020 trotz Corona wieder im positiven Bereich abschließen können“, so der Vorsitzende. 276 Mitglieder zählte der Verein am Jahresende, davon 71 passive.
Nachdem die Turnierwochenenden des RVG in diesem Jahr coronabedingt ausfallen mussten, strebt der Verein für 2021 eine Rückkehr zum alten Turniermodus an. 2019 hatten Spring- und Dressurturnier testweise an einem einzigen Mai-Wochenende stattgefunden. „Wir haben uns vorgenommen, das wieder zu entzerren“, kündigte Karrasch an. Festhalten wolle man indes am 1. Mai als Termin für das Voltigierturnier – übrigens weit und breit das einzige, das unter freiem Himmel ausgetragen wird.
Corona sorgt für Skepsis
Mit einiger Skepsis blickte Karrasch auf die Finanzierung der Turniere im kommenden Jahr. So sei nicht absehbar, ob dann schon wieder ein Kaffee- und Kuchenverkauf stattfinden könne.
Auch zwei Personalien standen auf der Tagesordnung der improvisierten Versammlung: Einstimmig von der Versammlung bestätigt wurde der langjährige Vorsitzende, neu in den Vorstand gewählt wurde – ebenfalls ohne Gegenstimmen – Annabelle Menard. Sie war zuvor bereits von den jugendlichen Reitern und Voltigierern als neue Jugendwartin auserkoren worden.
