GRUPPENBüHREN - Packende Wettkämpfe haben die Zuschauer am vergangenen Wochenende beim Springturnier des RV Grüppenbühren am Hedenkamp zu sehen bekommen. Für besondere Spannung sorgte die integrierte Meisterschaft des Kreisreiterverbandes Delmenhorst, der seine Champions in den Altersklassen Senioren/Reiter, Junioren sowie Junge Reiter suchte.

Besonders das Finale in letztgenannter Klasse sorgte für Nervenkitzel. In der Runde der letzten drei traten Christoph Meinel, Eilika Böye (beide RV Ganderkesee) und Michael Koberg (RC Hude) gegeneinander an. Nachdem Meinel und Koberg bei ihren Durchgängen Punkte abgezogen wurden, musste Böye den Parcours nur noch fehlerfrei beenden. Als die Hufen ihres Pferdes Contifina die Stange eines Hindernisses berührten, hielten die Zuschauer den Atem an. Am Ende blieb Böye jedoch ohne Abwurf und wurde zur Siegerin gekürt. Auf Platz zwei landete Christoph Meinel, auf Platz drei Michael Koberg.

Ein weiterer sportlicher Höhepunkt des Turnierwochenendes war der alljährlich stattfindende Gerd-Wiltfang-Gedächtnispreis. Andre Freudenberg vom RFV Hesel (Ostfriesland) nahm am Ende des Turniers als bester Starter beider M-Springen die begehrte Trophäe entgegen.

Schon am Sonnabend hatte Freudenberg beim Flutlichtspringen mit extrem kurzen Wegen und engen Wendungen für Aufsehen gesorgt. Für gute Stimmung sorgte beim abendlichen L-Springen das Comedy-Duo „Frau Krebstakies & Frau Ostermann“, das in Reiterkreisen Kultstatus genießt. Die als ältere Damen verkleideten Komödiantinnen kommentierten scharfzüngig auf Hochsitzen im Parcours die Leistungen der Sportler.

„Die Stimmung war wieder hervorragend“, zeigte sich RV-Vorsitzender Ron Brandes am Ende des Turniers zufrieden. Aufgrund der integrierten Kreismeisterschaften habe die Turnierorganisation in diesem Jahr die Teilnehmerzahl beschränkt. „Trotzdem waren aufgrund der guten Startaufstellung viele Reiter hier“, so Brandes. Dass fast alle genannten Sportler auch angetreten seien, spreche für die Organisation des RV Gruppenbühren, so der Vorsitzende. So sei auch die Platzpflege in diesem Jahr erneut vorbildlich verlaufen – „die Bodenbedingungen waren trotz der hervorragenden Startaufstellung sehr gut.“

Ausruhen dürfe sich seine fleißige Organisationscrew jedoch auch nach dem zweiten Turnierwochenende nicht, so Brandes – „nach insgesamt fünf Tagen Dressur und Springen bleiben jetzt nun fünf Tage Zeit, um die Anlage am Hedenkamp zur ,Partylocation’ umzufunktionieren.“ Am nächsten Sonnabend werde schließlich die zweite Beach-Volleyball-Party beim RVG gefeiert.