Von werner scheffer
Frage:
Herr Cordoni, was sagen Sie zu der Nullnummer gegen den TSV?Patrick Cordoni:
Es war, wie auch schon in vorangegangenen Begegnungen, ein Spiel auf ein Tor. Im Mittelfeld haben wir gut ausgesehen, bloß war unsere Offensivarbeit zu harmlos. Wenn wir nicht mit Thomas Högl einen Keeper in glänzender Verfassung auf dem Platz gehabt hätten, hätten wir uns über eine Niederlage nicht beschweren dürfen.Frage:
Warum hat Ihre technisch starke Mannschaft gegen den Tabellenletzten so blass ausgesehen?Cordoni:
Wir bevorzugen Mannschaften, die mitspielen und sich nicht hinten reinstellen. So haben wir etwa gegen den TV Dötlingen ebenso verloren, wie am vergangenen Spieltag in Berne. Dort haben wir in der zweiten Halbzeit die wohl besten 20 Minuten der Saison gespielt, gut kombiniert und trotzdem keine Punkte mitnehmen können.Frage:
Hat die Schwächephase etwas mit der Personaldecke beim VfR zu tun?Cordoni:
Auf jeden Fall. Viele Spieler, mich eingeschlossen, können aus beruflichen Gründen nicht trainieren. So war für mich nach einer Stunde Feierabend, denn ich hatte keine Luft mehr. Hinzu kommt unser Verletzungspech. Sven Hörnlein, mit dem ich in der Offensive sehr gut zusammen spiele, stand erstmals nach langer Verletzung wieder von Beginn an im Kader. Nach fünf Minuten hatte er sich erneut verletzt und musste ebenso wie Marcel Nendza zwei Minuten später das Feld räumen. Deshalb ist die momentane Trainingsbeteiligung sehr dünn, so dass wir einerseits konditionelle Probleme haben. Hinzu kommt, dass unser Trainer Klaus Delbanco keine taktischen Spielzüge mit uns einstudieren kann.Frage:
Mit 26 Punkten steht der VfR auf dem vierten Platz. Ist der VfR in Gefahr abzurutschen?Cordoni:
Nein, das glaube ich nicht. Wichtig ist zunächst, dass wir die letzten Spiele der Vorrunde überstehen und uns einigermaßen in die verdiente Winterpause retten können. Dann wird sich zumindest unser Lazarett lichten, so dass wir zum Rückrundenstart mit einer höheren Trainingsbeteiligung rechnen können. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir oben dran bleiben werden.Patrick Cordoni, Fußballer des VfR Wardenburg, spricht über die Leistungsschwächen, die personellen Probleme und die Zukunftsaussichten für seine Mannschaft.
