Vechta/Bamberg - Mit 78:88 (18:18, 18:23, 22:25, 20:22) verlor Basketball-Bundesliganeuling und Schlusslicht Rasta Vechta beim amtierenden Deutschen Meister aus Bamberg. Vor 6800 Zuschauer in de ausverkauften Brose-Arena bot das Team von Trainer Pat Elzie aber ein gute Vorstellung und kam im Schlussviertel noch einmal bedrohlich nahe an die Gastgeber heran.
Doch als Will Conroy 107 Sekunden vor Schluss mit einem Dreier gescheitert war und statt des 81:83 auf der Gegenseite Sharrod Ford 47 Sekunden vor dem Abpfiff auf 86:78 erhöhte, waren die Gastgeber am Ziel.
Die Gäste mussten erneut auf Kapitän Flavio Stückmann (Trauerfall in der Familie) und auf den verletzten AJ Rudowitz auskommen und begannen mit Richie Williams, Will Conroy, Dirk Mädrich, Brandon Bowman und Jacob Doerksen. Zunächst schien der Neuling zu viel Respekt vor dem Serienmeister zu haben, denn erst nach drei Minuten gelangen Doerksen zum 2:7 die ersten Punkte. Aber die Anlaufproblemen endeten schnell. Vechta führte mit 9:8 (6.) und 16:14 (9.), ehe Jamar Smith mit der Sirene zum 18:18 das erste Viertel beendete. Im zweiten Viertel besaßen beide Seiten Probleme. Die ersten Punkte gab es erst nach 13 Minuten. Als Sharrod Ford mit vier Zählern in Folge auf 32:27 erhöhte, nahm Rasta-Coach Pat Elzie eine Auszeit. Zwar zog Bamberg auf 41:32 davon, doch Bowman und Conroy hielten dagegen und verkürzten auf 36:41.
Der Start ins dritte Viertel misslang Vechta, so dass Trainer Elzie beim Stand von 36:46 erneut eine Auszeit nehmen musste. Sie half, denn als Richie Williams zwei Freiwürfe verwandelte – Rasta nutzte insgesamt elf von zwölf – schien beim 54:55 (27.) eine Sensation denkbar zu werden. Doch gegen Ende des Viertels leistete sich Vechta zu viele Ballverluste, was Bamberg zur 66:58-Führung nutzte.
Und als der Meister auch im Schlussviertel aus der Distanz besser traf und sich so auf 81:67 (35.) absetzte, drohte ein deutliche Niederlage. Aber Rasta Vechta gab nicht auf, kämpfte und verkürzte durch Urule Igbavboa auf 78:83. Wer weiß, welch heißes Finale diese Partie erlebt hätte, wenn Conroy seinen Dreier zum 81:83 genutzt hätte . . .
Genutzt haben dürfte der Auftritt zumindest zur Verstärkung des Selbstvertrauen der Mannschaft, die nun zwei Heimspiele gegen Frankfurt am Freitag (20 Uhr) und am Sonntag gegen München (17 Uhr) zu bestreiten hat. Der Druck, gewinnen müssen, ist angewachsen. Denn Tübingen, zuletzt in Vechta unterlegen, siegte 85:78 in Bremerhaven und ist nun wie Würzburg Rasta um vier Punkte enteilt.
