Oldenburg - Der Oldenburger Christian Riedemann hat mit Co-Pilotin Lara Vanneste einen Start nach Maß im Kampf um die Junior-Rallye-Weltmeisterschaft (JWRC) und die WRC3 erwischt. Der 26-Jährige und die zwei Jahre jüngere Belgierin kamen beim im Rahmen der Rallye Portugal ausgetragenen Saisonauftakt mit insgesamt 14 identischen Citroën DSR3 hinter Stephane Lefebvre auf Platz zwei und sicherten sich 18 Punkte für das Meisterschaftskonto. Der Franzose erhielt 25 Zähler, der drittplatzierte Martin Koci (Slowakei) 15.

„Auf den Wertungsprüfungen am Freitag hatten wir mit Traktionsproblemen zu kämpfen, auch die Reifenwahl für die Prüfungen am Nachmittag war leider nicht optimal. Dennoch waren wir entsprechend zufrieden und haben weiterhin unser Bestes gegeben“, erklärte Riedemann, der nach dem ersten Wettkampftag an der Algarve Fünfter war. Nach und nach kam er aber immer besser mit den schwierigen Bedingungen bei der zu den härtesten Rallyes der Welt zählenden Veranstaltung zurecht.

Nach Veränderungen am Setup ihres Autos gelang es dem deutsch-belgischen Duo, sich am nächsten Tag um zwei Positionen auf Rang drei zu verbessern. „Wir wollten nach dieser Aufholjagd jegliches Risiko vermeiden und hatten uns daher entschieden, den dritten Platz kontrolliert ins Ziel zu fahren, um möglichst viele Punkte mitzunehmen. Dass wir es noch am letzten Tag geschafft haben, uns auf Platz zwei zu positionieren, freut uns sehr“, sagte Riedemann und fügte hinzu: „Dies zeigt uns darüber hinaus einmal mehr, dass man auch mit der richtigen Taktik viel erreichen kann.“

Im Verlauf der Rallye hatten zahlreiche Kontrahenten größere Probleme. So flog der Brite Alastair Fisher, der die Klasse nach elf Prüfungen anführte und fünf Bestzeiten gesetzt hatte, am Ende von Tag zwei von der Straße und musste aufgeben. Koci verlor durch Bremsprobleme am Sonnabend mehr als zwei Minuten und am Sonntag wegen eines Reifenschadens Zeit. Der am Ende fünftplatzierte Simone Campedelli konnte die letzte Prüfung am Sonnabend nicht starten, weil die Bremsen streikten.

„Es war eine schwierige Rallye, von der wir jedoch sehr viele neue Erfahrungen mitnehmen können, welche wir hoffentlich für die Zukunft nutzen können“, sagte Vanneste. Während der Rallye Polen findet vom 27. bis 29. Juni der nächste Lauf zur Junior-Rallye-Weltmeisterschaft statt. Anfang Mai starten Riedemann und Lara Vanneste bei der Rallye Sulinger Land.