• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport

Köhlers Silber dämpft Schock

24.07.2019

Gwangju Sarah Köhler ballte nach WM-Silber die Faust und winkte jubelnd ins Publikum, Florian Wellbrock feierte seine Freundin hoch oben unterm Hallendach mit Deutschland-Fahne. Rund neun Stunden nach dem ernüchternden Vorlauf-Aus von Shootingstar Wellbrock über 800 Meter Freistil hat die 25-jährige Freistilspezialistin mit der ersten Medaille für die Becken-Asse die Stimmung der deutschen WM-Schwimmer wieder aufgehellt. Mit ihrer deutschen Rekordzeit musste sich Köhler über 1500 Meter am Dienstag nur der Italienerin Simona Quadarella geschlagen geben.

„Das hätte ich mir nie erträumt als kleines Kind, dass ich mal bei einer WM mit Silber nach Hause gehen darf“, sagte Köhler kurz nach der „sehr emotionalen“ Siegerehrung. Für die Magdeburgerin war es nach Gold mit der Freiwasser-Staffel die zweite Medaille in Südkorea. „Ich habe immer noch die Befürchtung gehabt, dass jemand von hinten angeschwommen kommt. Aber auf der letzten Bahn wusste ich: Okay – das reicht“, sagte Köhler nach ihrem größten internationalen Erfolg im Becken in klarer nationaler Bestzeit von 15:48,83 Minuten.

Sie profitierte auch vom Fehlen der Seriensiegerin Katie Ledecky (USA), die ihren Start aus gesundheitlichen Gründen abgesagt hatte. „Jeder hat mit Gold geliebäugelt, nachdem Katie das Finale abgesagt hat“, sagte Köhler erschöpft, aber lächelnd. „Ich hoffe, es pusht die ganze Mannschaft“, sagte sie.

Einen Schub hat besonders Wellbrock nötig. Als Vorlauf-17. war der Zehn-Kilometer-Weltmeister in 7:53,75 Minuten viel zu langsam fürs Finale gewesen, hatte direkt nach dem Rennen geschockt seine Sachen gepackt und sich zum Ausschwimmen verzogen. „Ich bin überhaupt nicht ins Rennen reingekommen. Und ich kann es mir zurzeit auch nicht erklären, eigentlich hatte ich mich ganz gut gefühlt“, lautete das vom Deutschen Schwimm-Verband verbreitete Statement Wellbrocks.

Auf Sun Yang, der als Achter so gerade das Finale erreichte, fehlten fünf Sekunden. Der umstrittene Chinese ist weiter Thema in Gwangju. Über 200 Meter profitierte er von der Disqualifikation von Danas Rapsys aus Litauen, der als Erster angeschlagen hatte. Sun Yang ließ sich von Fans feiern, wurde aber auch laut ausgebuht.

Für positive Nachrichten sorgen indes die deutschen Wasserballer. Das Team verpasste nach couragierter Leistung mit einer 8:10-Niederlage nur knapp den sensationellen Halbfinaleinzug.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.