Habenhausen/Hude - Es war ein hart umkämpftes Spiel, das am Ende keinen Sieger hatte: Mit einem 22:22 (8:9) kehrten die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg am Sonntagabend vom ATSV Habenhausen zurück. Trotz des Punktverlusts bleibt die HSG an der Tabellenspitze.

Viel mehr als der verpasste Auswärtssieg schmerzte die Gäste sowieso die Verletzung von Saskia Petersen. Die Leistungsträgerin, die extra frühzeitig aus dem Urlaub zurückgekehrt war und pünktlich zum Anpfiff in der Habenhauser Hinni-Schwenker-Halle eintraf, zog sich Mitte der zweiten Halbzeit bei einem Zusammenprall mit einer Gegenspielerin einen Cut über dem Auge zu. Im Krankenhaus wurde die Wunde genäht. „Sie hat jetzt erstmal zehn Tage Sportverbot“, berichtete HSG-Trainer Timo Stein. Über die robuste und teilweise harte Gangart des Gegners in der Abwehr wollte er sich indes nicht beschweren: „Das ist Handball.“ Allerdings habe sich seine Mannschaft schon ein wenig beeindrucken lassen. „Wir haben uns in den Zweikämpfen aufgerieben und waren selbst in der Deckung etwas zu brav und langsam“, sagte Stein.

In der ersten Halbzeit ging es meistens Tor um Tor – Mareike Zetzmann erzielte beim 7:6 in der 16. Minute die einzige Führung der Gäste. Im zweiten Abschnitt schien der Tabellenführer dann in die richtige Spur zu kommen, als er mit 12:10 vorne lag. Doch in einer schwachen Phase, in der Hude sogar in doppelter Überzahl Gegentore kassierte, drehte Habenhausen die Partie wieder zum 17:13 (43.).

Spannend wurde es dann in der Schlussphase. Die überragende Jessica Galle verkürzte erst auf 18:19 (50.), Katharina Stuffel glich fünf Minuten vor Schluss zum 21:21 aus. Anschließend hatten beide Teams ausreichend Möglichkeiten, das Spiel zu entscheiden. Die Gäste konnten am Ende sogar noch froh sein, dass Galle vier Sekunden vor dem Abpfiff von Linksaußen und aus schwierigem Winkel zum 22:22-Endstand traf.