• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport

Hackl attackiert Hüfner: „Abartiges Verhalten“

02.12.2014

Berchtesgaden /Berlin Im deutschen Rodelteam ist endgültig die Eiszeit ausgebrochen. Im Streit um eine mögliche Ungleichbehandlung der Athleten hat Co-Trainer Georg Hackl die Olympia-Zweite Tatjana Hüfner attackiert und der Rivalin von Dauersiegerin Natalie Geisenberger unter anderem „abartiges Verhalten“ vorgeworfen. Die herausragenden Ergebnisse beim Weltcup-Auftakt in Innsbruck-Igls rücken angesichts der tiefen Gräben innerhalb des Verbandes fast völlig in den Hintergrund.

„Den Weg über die öffentlichen Medien zu nehmen, ohne dass man sich in der Mannschaft darüber unterhält, das ist schon irgendwie ein abartiges Verhalten“, sagte der dreimalige Olympiasieger Hackl in der Sendung „Blickpunkt Sport“ des Bayerischen Rundfunks.

Hüfner hatte unmittelbar nach dem Olympiarennen in Sotschi den Vorwurf gegen den Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) erhoben, es bestehe eine Ungleichbehandlung zwischen den Berchtesgadener Athleten um Olympiasiegerin Geisenberger und den in Oberhof trainierenden Rodlern. Dies betreffe sowohl das Material als auch das Personal. Diese Meinung hatte die 31-Jährige wenige Monate später öffentlich noch einmal vertreten.

Daraufhin war es zu einer Aussprache zwischen Hüfner und BSD-Sportdirektor Thomas Schwab gekommen. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass es das Beste ist, Nebenschauplätze zu beenden und sich ganz auf den Sport zu konzentrieren“, hatte Schwab gesagt. Diese Vereinbarung hat nun aber ausgerechnet der im Verband angestellte Hackl gebrochen.

„Tatjana steht mit ihrer Meinung alleine als Störfaktor da“, meinte Hackl, der in Berchtesgaden die Rodel-Asse Geisenberger und Felix Loch betreut. Der Vorwurf, Hackl würde das Geheimnis seiner offensichtlich überlegenen Kufen teamintern nicht weitergeben, ist allerdings nicht neu. Dieses Problem hatte Schwab während Olympia jedoch lapidar heruntergespielt: „Dass es Geheimnisse beim Material gibt, ist nicht ungewöhnlich. Das war schon immer so.“

Fest steht, dass Hüfner teamintern isoliert ist. Die bayerischen Kollegen strafen die Olympiasiegerin von 2010 mit Nicht-Achtung, von anderen Oberhofer Athleten hat es zumindest öffentlich keine Unterstützung gegeben. „Es ist ziemlich schwer im Moment“, gab Hüfner zu: „Aber da muss ich drüber stehen und trotzdem meine sportliche Leistung abrufen.“ Zum Saisonstart fuhr die frühere Seriensiegerin im Einzel auf Platz drei und im Sprint auf Rang zwei.

Bundestrainer Norbert Loch versucht sich als Vermittler, die Fronten aber sind verhärtet. „Eigentlich tut es mir für Tatjana leid, dass sie mit dem Thema nicht langsam umgehen kann“, sagte der Vater von Olympiasieger Felix Loch. An der neuen Unruhe trägt allerdings sein Co-Trainer Hackl mit der scharfen Kritik die Haupt-Verantwortung.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.