Sande - Wer zieht als Tabellenerster in die Playoffs der Eishockey-Regionalliga Nord ein? Eine Vorentscheidung bei der Beantwortung dieser Frage fällt an diesem Samstag, wenn Spitzenreiter ECW Sande (22 Spiele, 55 Punkte) um 19.30 E Uhr in der Eishalle Sande den Verfolger Harzer Falken (20 Spiele, 52 Punkte) empfängt.
Sollten die Jadehaie die Partie für sich entscheiden, käme es am 19. Februar im zweiten Heimspiel gegen Braunlage – vorausgesetzt beide Teams gewinnen ihre Spiele – zur endgültigen Entscheidung um die ersten zwei Plätze. Unabhängig davon stehen die vier Teams, die in die Endrunde einziehen werden, mit Sande, Braunlage, Salzgitter und Adendorf bereits fest.
Gastgeber hätten eine volle Hütte verdient
Nicht nur aufgrund der Siegesserie zum Jahresauftakt hätten die Jadehaie im Spitzenspiel an diesem Samstag eine volle Hütte verdient. Seit Wochen präsentiert sich das Team des Trainergespanns Nick Hurbanek und Slawa Koubenski in bestechender Form. Wenn das auch heute der Fall sein sollte, ist alles möglich. Wie schwer die Aufgabe für die Gastgeber aber ist, unterstreicht Hurbanek: „Wir spielen gegen ein Spitzenteam, das nicht umsonst da oben steht. Die beiden Partien in Braunlage haben das gezeigt. Wir werden uns aber nicht verstecken und die hoffentlich richtigen taktischen Maßnahmen treffen.“ Aus einem kompakten Gästeteam ragt Regan Nagy (20 Spiele, 36 Tore) heraus.
Die Hausherren können bis auf die angeschlagenen Akteure Normunds Vibans und Silvestrs Selickis in Bestbesetzung antreten.
Sieg und Niederlage bei den Spielen in Braunlage
Wie schwer es gegen die Falken wird, haben die beiden Auswärtsspiele im Wurmbergstadion gezeigt. Die erste Partie wurde klar mit 1:9 verloren. Nach einem guten ersten Drittel (0:1) gab es in den zweiten zwanzig Minuten den Knackpunkt: Innerhalb von vier Minuten machten die Falken alles klar und zogen auf 6:0 davon.
Aber bereits im zweiten Aufeinandertreffen zeigten die Gäste ein anderes Gesicht. Keeper Maksims Cmutovs erwischte einen Sahnetag und nur zwölf Feldspieler kämpften um jeden Puck. Die Entscheidung zum 3:2-Erfolg fiel in der Verlängerung. In letzter Sekunde erzielte Vladislavs Barkovskis den 2:2-Ausgleich, und der ECW-Topstürmer – bislang 27 Saisontreffer – war es auch, der in der 64. Minute zum Sieg traf.
Am Sonntag kommt es dann zur vierten Begegnung mit dem Hamburger SV. Die ersten drei Partien konnten die Hausherren mit 4:2, 8:1 und 6:3 für sich entscheiden.
