Oldenburg/Elsfleth - „Wir haben das Gesetz der Serie eingehalten.“ Ulrich Adami, Trainer der Oberliga-Handballerinnen des Elsflether TB, hat sich an Niederlagen in Sporthallen, in denen mit Baumharz gespielt werden darf, gewöhnt. Am Sonntag verlor sein Team beim abstiegsbedrohten VfL Oldenburg III haushoch mit 19:33 (7:18). Durch diese Niederlage fällt der ETB auf den siebten Tabellenplatz zurück.
Von Beginn an lief alles gegen die Elsfletherinnen. Spielmacherin Jennifer Adami knickte früh um und konnte anschließend nur noch mit halber Kraft agieren. Zudem hatte sich der VfL aus seiner zweiten Mannschaft verstärkt, was auf dem Spielfeld deutlich sichtbar wurde. Allein Rückraumspielerin Merle Heidergott zeigte ihre ganze Klasse und erzielte schon in der ersten Halbzeit sieben Tore. Im zweiten Durchgang lief sie dann angesichts der klaren 18:7-Pausenführung erst gar nicht mehr auf.
Ball auf Fuß geworfen
Die größten Probleme hatten die Elsfletherinnen aber mit der Backe. „Sie haben den Ball einfach nicht von der Hand gekriegt. So passierte es auch schon mal, dass sie sich den Ball gegenseitig auf den Fuß warfen“, so Adami.
Dementsprechend unterliefen dem ETB technische Fehler im enormen Ausmaß. Die Gastgeberinnen nutzten ihre Gegenstöße und gingen in den ersten 30 Minuten uneinholbar in Führung. „Der VfL hat unsere Fehler konsequent bestraft“, sagte Adami. „Das haben die Oldenburgerinnen gut gemacht.“
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich kaum etwas. Nach 36 Minuten war die Partie für die kränkelnde Aline Buttelmann beendet. Immerhin reisten Fenna van Dreumel und Talea Lösekann zum zweiten Abschnitt nach, nachdem sie zuvor ein Spiel mit ihrer A-Jugend-Mannschaft absolviert hatten.
Talent trifft dreimal
Zumindest Fenna van Dreumel brachte etwas mehr Schwung ins Elsflether Spiel. Dem Talent gelangen sogar drei Tore. Eine Wende konnte sie freilich nicht mehr einleiten – trotz ihrer unbekümmerten Spielweise. Das Lob ihres Trainers war ihr sicher. „Positiv war die Leistung von Fenna van Dreumel. Der Rest war schlecht“, so Adami.
Weil sich der Coach aber mittlerweile damit abgefunden hat, dass seine Mannschaft mit der Backe nicht zurechtkommt, hielt sich der Ärger in Grenzen. „Trotz der erneuten Niederlage mit Backe ist alles in Ordnung bei uns“, sagte Adami.
ETB: von Seggern - Adami (5/2), Thümler (3), Breipohl (3), Matschei (3), F. van Dreumel (3), Buttelmann (2/1), F. Sommer, Wagenaar, Nowack, Sanders, Lösekann.
Spielstationen: 4:0 (7.), 10:5 (17.), 16:5 (25.), 18:7 (30.), 21:9 (36.), 24:14 (44.), 29:16 (52.), 33:19 (60.).
