Oberhausen - Vor einem Scherbenhaufen im wahrsten Sinne des Wortes stand am späten Dienstagnachmittag der Reit- und Fahrverein Holle-Wüsting. Im Zuge des Gewitterschauers prasselten fast hühnereigroße Hagelkörner auf die vereinseigene Reithalle in Oberhausen nieder. Die Hagelkörner durchschlugen sämtliche Lichtplatten des Hallendaches. Innerhalb von Minuten waren die Kunststoffplatten komplett durchlöchert. Die Splitter fielen zu Boden, Wasser drang ein.
Einer fünfköpfigen Gruppe von Reitschülern, die in der Halle trainierte, fuhr der Schreck in die Glieder. Zum Glück wurde aber niemand verletzt.
Auch in den angrenzenden Stallungen, wo die elf vereinseigenen Schulpferde und drei Privatpferde untergebracht sind, durchschlugen die Hagelkörner das Dach. Die Pferde konnten schnell beruhigt werden. Keines der Tiere kam zu Schaden, wie die Pressesprecherin des Vereins, Britta Neugebauer, am Mittwoch berichtete.
Die gröbsten Plattensplitter, die vom Hagel herausgeschlagen worden waren, wurden noch am Dienstagabend von Helfern zusammengesucht. Die Frage ist, ob der Sandboden in der Reithalle aufgrund der vielen kleinen Splitter komplett durchsiebt oder sogar ausgetauscht werden muss.
Am teuersten aber wird der Ersatz der mehr als 500 Lichtplatten des Daches. Das dürfte nach ersten Schätzungen in die Tausende gehen. Ob und in welchem Umfang die Versicherung die Kosten übernimmt, muss laut Britta Neugebauer noch geklärt werden.
„Wir werden sicherlich auch auf die Unterstützung von Spendern und Sponsoren angewiesen sein“, stellte die Pressewartin fest.
Die Reithalle ist zurzeit gesperrt. Der Unterricht kann nur draußen stattfinden. Die nächste große Veranstaltung wird am 6. Juni die traditionelle Reithallenfete sein.
