HALSBEK - Gleichmäßig drehen sich die Räder, den Takt geben die Frauen mit ihren Füßen an. Bis auf ein hölzernes Klacken hört man fast nichts. Gut gelaunt sitzen die Damen der Halsbeker Spinnköppel an ihren Spinnrädern. Die Gruppe des Heimatvereins Halsbek trifft sich alle zwei Wochen am Mittwochabend ab 18 Uhr im Heimathaus. Dann wird aus dicker Wolle feiner Faden gedreht. Seit 25 Jahren sorgen die Damen nun schon dafür, dass „das Spinnen nicht ausstirbt.“, so Gerda Klinkebiel, Leiterin der Gruppe. Damit das auch fortgeführt wird, sucht die Spinnköppel nun weitere Mitglieder.
In gemütlicher Runde mit Teepause kann jeder das Spinnen lernen. Vorkenntnisse muss man nicht mitbringen. „Das gleichmäßige Treten kommt ganz von selbst“, versichert Gerda Klinkebiel. Wer einmal anfangen habe, komme davon nicht mehr los.
Wie auch Franziska Winkelmann (44), die seit 18 Jahren zur Gruppe gehört. Sie reist extra aus Ofenerfeld an. „Die Gemeinschaft steht im Vordergrund“, sagt sie. „Es ist einfach nett, hier zu sein“. Wer mitmachen möchte, kann sich bei Gerda Klinkebiel (Telefon 04488/2719) melden oder alle zwei Wochen mittwochs von 18 bis 20 Uhr vorbeischauen – nach Absprache auch später. Für Mitglieder des Heimatvereins ist die Teilnahme kostenlos, Nichtmitglieder zahlen nach einer Schnupperstunde einen Euro.
