HALSBEK - HALSBEK - 100 Gramm Schafwolle von zwei verschiedenen Schafrassen aus ungekämmten Vlies galt es nach dem Startzeichen, das zwei Feuerwehrmänner in Uniform mit dem Horn gaben, in einer Stunde zu verspinnen: Dann setzten sich die ersten Spinnräder in Bewegung. Zu einem Erlebnis wurde für das Spinnköppel des Heimatvereins Halsbek die Teilnahme an der offenen niedersächsischen Landesmeisterschaft im Spinnen, die in Neuhaus an der Elbe stattfand.

Mit befreundeten Gruppen aus dem Ammerland und Umgebung waren die Halsbeker zur Veranstaltung angereist. Als Schirmherr begrüßte Umweltminister Heinrich Sander die zahlreichen Gruppen, die ebenso von den „Amtsspinnern“ willkommen geheißen wurden. .

Wie Gerda Klinkebiel berichtet, Leiterin des Spinnköppels, konnten die Halsbeker in der zweiten Gruppe starten. „Es lief bei jedem von uns bestens“. Die Wolle sei in gutem Zustand gewesen, und man konnte sie gut verspinnen. Nach dem Schlusssignal der Feuerwehr sei die erste Gruppe zum Ausmessen gegangen. „Jeder musste seine gesponnene Wolle selbst abrollen auf eine fünf Meter lange Vorrichtung“. Dann wurde unter Aufsicht der Jury auf den Millimeter genau abgemessen. Nachdem auch die zweite Gruppe abgeschlossen hatte, begann die Siegerehrung. „Die beste Spinnerin hatte 339,46 Meter geschafft und erhielt vom Minister einen Pokal und eine Torte“, so Gerda Klinkebiel. Als beste des Halsbeker Spinnköppels schnitt Edith Janßen meisterlich mit 253,51 Metern ab. Sie hatte vor zwei und drei Jahren bereits einen Pokal gewonnen. Franziska Winkelmann schaffte 246,02 m, Marga Fuths 199,85 m, Lili ter Vehn 160,43 m, Sylvia Klug 158,01 m, Gerda Klinkebiel 157,57 m, Alma Bredehorn 150,48 m und Hanna

Buschmann 148,04 m.

„Jeder erhielt eine Urkunde und konnte sich ein kleines Geschenk aussuchen“, freut sich Gerda Klinkebiel. „Das war wirklich ein wunderschöner Tag für alle Beteiligten“, schwärmt die Gruppenleiterin.