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NWZonline.de Sport

2. Bundesliga: Derbypleite verhagelt HSV die Laune

24.02.2020

Hamburg Die Reaktion der Vereinsbosse sprach Bände. Präsident Oke Göttlich vom FC St. Pauli stand beim Abpfiff des Hamburger Stadtderbys regungslos da und weinte vor Glück. Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann vom Hamburger SV hastete wütend die Treppen zu den Stadionkatakomben hinunter und fluchte: „Mann, Mann, Mann!“

Aufstiegsmitfavorit HSV wurde in der heimischen Festung vom abstiegsbedrohten Stadtrivalen mit 2:0 (2:0) gedemütigt. Und das zum zweiten Mal in dieser Saison. Schon das Hinspiel fünf Monate zuvor hatte der Außenseiter vom Kiez mit demselben Ergebnis für sich entschieden. Ein derartiger Doppel-Erfolg war den St. Paulianern zuletzt vor 66 Jahren in der Oberliga Nord geglückt. „Derby-Meister, Derby-Meister“, skandierten mehr als 6000 St.-Pauli-Fans im Volksparkstadion. „Häme und Spott nehmen wir an“, sagte HSV-Trainer Dieter Hecking.

„Das wird jetzt an uns nagen“, prophezeite HSV-Kapitän Aaron Hunt, während aus dem Mannschaftstrakt des FC St. Pauli Jubelschreie drangen. Seit fast einem Jahr war das Kiez-Team auswärts sieglos.

Die Stimmung beim HSV ist im Keller. „Jetzt gehen wir zum zweiten Mal als Verlierer aus dem Derby. Das ist ein Riesenrückschlag für die Meisterschaft und für die Fans“, jammerte Stürmer Martin Harnik. Genau diese Selbstzweifel will Hecking unterdrücken. Damit seine Mannschaft nicht wie zum Ende der Hinrunde Nerven zeigt, versuchte er, sie von Schuld freizusprechen. „Ich muss die Niederlage auf meine Kappe nehmen“, sagte der 55-Jährige. Falsche Taktik, falsche Aufstellung? Nein: „Ich muss mich in erster Linie hinterfragen. Vielleicht habe ich nicht die richtigen Worte gefunden, die ich früher schon gefunden hatte.“

Die Selbstbezichtigung des Fußballlehrers ist ehrenhaft, trifft aber nicht die Ursachen der Pleite. Nachdem der sehenswert gestartete HSV mit zwei Aluminiumtreffern die Führung verpasst hatte, leitete ein schlimmer Fehlpass nach 20 Minuten die Wende ein. Je länger das Hecking-Team keine Antwort fand und das Tempo verschleppte, wurde es zunehmend ratloser.

Der gefürchtete Pyro-Wahnsinn lief indes auf Sparflamme. Ohnehin verlief vieles weitgehend friedlich. Sowohl vor, während als auch kurz nach dem Spiel der Stadtrivalen verhinderte ein Großaufgebot der Polizei ein Aufeinandertreffen der beiden Fanlager. Rund 1500 Beamte waren im Einsatz.

Weniger ruhig verlief der Abend vor dem Derby. In einer Gaststätte auf dem Großneumarkt lieferten sich Anhänger des HSV und von St. Pauli eine Massenschlägerei. Nach Polizeiangaben waren mutmaßliche St.-Pauli-Anhänger in das Lokal gestürmt und hatten dort HSV-Anhänger angegriffen. Im Laufe der Auseinandersetzung wurden Gläser und Stühle herumgeworfen und Reizgas versprüht. Insgesamt zehn unbeteiligte Restaurantbesucher und der Wirt wurden verletzt, zwei von ihnen erlitten Kopfplatzwunden. Noch bevor die Einsatzkräfte eingetroffen waren, flüchteten beide Gruppen aus dem Lokal.

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