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NWZonline.de Sport

Abstiegsdrama geht in letzten Akt

12.05.2018

Hamburg Das Vorgeplänkel ist vorbei, jetzt wird abgerechnet. Wenn an diesem Samstag um 15.30 Uhr der Anpfiff ertönt, geht das Drama in Hamburg und Wolfsburg in den letzten Akt. Nervenflattern, schlotternde Knie und schwitzige Hände – das Abstiegsfinale bringt Trainer, Spieler und Fans der Kellerclubs gleichermaßen an ihre Grenzen.

Auf den richtigen Umgang mit dem Ausnahmezustand kommt es in den letzten 90 Minuten der Saison an. „Für mich persönlich kann ich nur sagen, dass es kein Hemmnis ist, sondern etwas Schönes“, sagte Christian Titz vor dem Duell seines HSV mit Borussia Mönchengladbach: „Wir müssen es zum einen schaffen, in Führung zu gehen, zum anderen sind wir von einem anderen Ergebnis abhängig. Das wird zu einer besonderen Atmosphäre führen.“

Der 47-jährige Coach, der ligaunabhängig beim HSV bleiben wird, wird Geschichte schreiben. So oder so. Entweder er schafft die größte Rettungsaktion der Liga-Historie, oder er wird als der Coach in die Annalen eingehen, der mit dem bislang unabsteigbaren HSV absteigt. Nach 54 Jahren und 262 Tagen könnte es das letzte Gründungsmitglied erwischen. Die Hamburger können den Abstieg nur bei einem eigenen Sieg und einer zeitgleichen Niederlage des VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Köln noch verhindern. „Wenn uns vor sieben Wochen einer gesagt hätte, am letzten Spieltag sind wir auf zwei Punkte ran, dann hätten wir das alle unterschrieben“, sagte Titz.

Der gebürtige Mannheimer hat alle Hebel in Bewegung gesetzt. Für den Himmelfahrtstag lud er die Fans zum Training ein – rund 2000 Anhänger machten die Einheit zu einer Vatertagsparty. Die Stimmung rund um den HSV ist trotz des drohenden Tag X äußerst positiv. Die Hamburger wirken sogar optimistischer als der VfL Wolfsburg, der nicht einmal sein Stadion voll bekommt: 26 000 Zuschauer werden erwartet.

In der Autostadt kämpft Bruno Labbadia gegen den Negativlauf seiner Mannschaft und gegen die gestörte Atmosphäre zwischen Club und Fans an. Die Wölfe haben nur eine der vergangenen 13 Liga-Partien für sich entschieden. „Die Enttäuschungen der letzten Wochen, Monate oder vielleicht sogar Jahre hier im Club können wir jetzt nicht verändern“, sagte Labbadia: „Wir müssen für uns den richtigen Umgang für die Situation finden.“

Dabei setzt der 52-Jährige voll auf seine erprobten Instinkte als Retter. Er wisse, was zu tun sei, betonte Labbadia. Dennoch wirkt er nur vorsichtig optimistisch. Von der Möglichkeit, noch am SC Freiburg vorbeizuspringen und den Klassenerhalt ohne Extrarunde klarzumachen, hört man in Wolfsburg kaum etwas.

Das führt im Breisgau aber nicht dazu, dass das Team von Trainer Christian Streich die finale Partie gegen den FC Augsburg auf die leichte Schulter nimmt. Dauerbrenner Christian Günther reicht es, wenn zu seinen bislang 3420 Einsatzminuten nur noch diese eine Partie hinzukommt. „Keine weitere Minute“ wolle er nach dem letzten Spieltag mehr laufen.

Auf ein Relegationsduell mit Zweitligist Holstein Kiel kann man in Freiburg nur allzu gut verzichten. In Wolfsburg und Hamburg würde man sich darüber freuen.

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