HAMBURG - Der Vorsprung auf den Dritten Irland beträgt nun sechs Punkte.

Hitzlsperger traf vor

der Pause zum Sieg.

von hauke richters

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kann trotz eines durchwachsenen Schluss-Auftrittes beruhigt in die Sommerpause gehen. Am Mittwochabend gewann das Team von Bundestrainer Joachim Löw das letzte EM-Qualifikationsspiel dieser Saison gegen die Slowakei mit 2:1 (2:1). Das deutsche Führungstor erzielte der Slowake Jan Durica, dem in der 10. Minute ein Eigentor unterlief. In der 20. Minute traf Christoph Metzelder – ebenfalls per Selbsttor – zum Ausgleich. Das 2:1 besorgte Thomas Hitzlsperger in der 43. Minute per Kopf. Die deutsche Elf liegt in Gruppe D als Spitzenreiter mit 19 Punkten fünf Zähler vor Tschechien (14) und sechs vor Irland (13).

Joachim Löw war zufrieden: „Die Frische hat etwas gefehlt, man hat gemerkt, dass die Spieler müde sind, aber der Wille war vorhanden“, sagte der Bundestrainer. „Wir haben Abstand in der Tabelle geschaffen, und das gibt uns Zuversicht.“

Als sich die 51 500 Zuschauer im ausverkauften Hamburger WM-Stadion in der Anfangsphase noch mit der „La Ola“ vergnügten, setzte sich Marcell Jansen auf der linken Seite durch. Seine Flanke drückte Durica vor dem einschussbereiten Miroslav Klose ins eigene Tor. Der Stadionsprecher nannte dennoch den Stürmer als Torschützen, der den Treffer gestenreich bejubelt hatte. „Ich denke, der Slowake hat mir beim 1:0 ans Schienbein geschossen, aber mir soll’s egal sein“, meinte der Bremer.

Nur zehn Minuten später fiel der Ausgleich. Christoph Metzelder spitzelte Matej Krajcik im Strafraum den Ball vom Fuß, überwand dabei aber auch den chancenlosen Torhüter Jens Lehmann.

Nachdem die Slowaken die nicht immer sichere deutsche Abwehr zwischenzeitlich gehörig unter Druck gesetzt hatten, führte eine perfekt geschlagene Flanke von Philipp Lahm schließlich zum 2:1. Die Vorarbeit des Münchners köpfte Thomas Hitzlsperger in der 43. Minute ein.

In der aus deutscher Sicht flotteren zweiten Hälfte blieb Klose von seiner Normalform weit entfernt. Löw brachte in der 65. Minute den Stuttgarter Mario Gomez, nahm dafür aber Kloses Sturmpartner Kevin Kuranyi vom Feld. In der 74. Minute musste der Bremer dann doch gehen, für ihn kam der Hamburger Piotr Trochowski.