HAMBURG/MüNCHEN -
Hintergrund ist der Vertrag der ARD mit Radprofi Jan Ullrich. Ein Privatmann erstattete Anzeige.
HAMBURG/MÜNCHEN/DPA - Beim Bayerischen wie beim Norddeutschen Rundfunk zeigt man sich erstaunt über die staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen die Intendanten Thomas Gruber (BR) und Jobst Plog (NDR). Ein BR-Sprecher sagte: „Wir haben keinen Kenntnisstand mitgeteilt bekommen.“ Die Staatsanwaltschaft Hamburg bestätigte, dass sie ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat.Nach Medienberichten geht es dabei unter anderem um die angeblich missbräuchliche Verwendung von Gebührengeldern im Zusammenhang mit den Honorarverträgen, die die ARD mit dem Radprofi Jan Ullrich geschlossen hatte. Der unter Dopingverdacht stehende Ullrich hatte von der ARD zeitweise 195 000 Euro jährlich für seine Exklusivität erhalten. Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger erklärte: „Wir ermitteln wegen des Verdachts der Untreue. Ein Privatmann hat Anzeige bei der Polizei erstattet.“ NDR-Sprecher Martin Gartzke sagte: „Der Vorgang ist bezeichnenderweise weder Herrn Plog noch sonst jemandem im NDR bekannt. Es kann sich nur um Unsinn handeln.“
