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NWZonline.de Sport

Beachvolleyballer Böckermann schraubt Ansprüche herunter

25.06.2019

Hamburg Das Leben von Markus Böckermann hat sich in den vergangenen Monaten drastisch verändert. Der Beachvolleyballer aus Hundsmühlen (Landkreis Oldenburg) hat seine Profikarriere Ende 2018 beendet. Beachvolleyball steht für den 33-jährigen Olympia-Teilnehmer von 2016 und zweimaligen Deutschen Meister (2013 und 2016) auf der Prioritätenliste nur noch auf dem Bronze-Rang – hinter seiner Familie und seinem Job.

Zweimal deutscher Meister

Markus Böckermann ist in Hundsmühlen (Landkreis Oldenburg) aufgewachsen und spielte in seiner Jugend Volleyball beim Oldenburger TB. Im Jahr 2006 zog es ihn nach Kiel.

Seine größten Erfolge sind zwei deutsche Meistertitel (2013, 2016) und die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio.

Seine Profilaufbahn hat Böckermann 2018 beendet. Er lebt jetzt mit seiner Frau und seinem Sohn in Hamburg und arbeitet als Wirtschaftsingenieur.

Böckermann spielt zwar noch, und natürlich auch noch gut. Aber eben nicht ganz so gut wie früher. Und daran muss auch er selber sich noch gewöhnen. „Wir müssen uns damit abfinden, gegen Leute zu verlieren, gegen die wir sonst gewonnen haben“, sagte Böckermann über den neunten Platz, den er mit seinem neuen Partner Max-Jonas Karpa (Hamburg) bei der vierten Station der „Techniker Beach Tour“ in Dresden belegte. Diesen „Anspruch“ müsse er ablegen, er werde nicht mehr zu den absoluten Topteams zählen, zu denen er früher gehörte.

Dass das gar nicht möglich ist, verdeutlicht das reduzierte Trainingspensum. Als Ehemann, Vater eines bald zweijährigen Sohnes und voll arbeitender Wirtschaftsingenieur im Bereich Windenergie trainiert er noch dreimal pro Woche. „Das war früher das Pensum bis Dienstagmittag“, erinnert er sich an seine Profi-Zeit, in der täglich jeweils zwei Einheiten mit insgesamt drei bis vier Stunden auf dem Plan standen.

Verlernt hat Böckermann das Volleyballspielen, das er beim Oldenburger TB anfing, freilich nicht. Im Gegenteil: „Von der Technik her passt alles. Ich fühle mich noch fit. Nur was Kondition und Höhe angeht, lässt es etwas nach.“ Den reduzierten Trainingsumfang haben er und sein 24-jähriger Partner Karpa, dem der Sprung in eine internationale Karriere nicht gelang und der sich deshalb nun mehr auf sein Studium konzentrieren will, in Dresden gespürt.

Nach einem Sieg am Freitag gegen das Duo Matti Binder/Eric Stadie (SV Lindow-Gransee) mussten sie am Samstagmorgen eine Niederlage gegen die jungen Tobias Brand und Jonas Reinhardt (Powervolleys Düren) einstecken – nachdem sie den ersten Satz noch gewonnen hatten. „Es war sehr heiß. Mein Partner hat viele Bälle abbekommen und war irgendwann k.o.“, erklärte Böckermann. Nach einer weiteren Niederlage am Nachmittag gegen Niklas Rudolf/Daniel Wernitz (DJK Düsseldorf) blieb Rang neun.

„Das ist okay für uns“, gibt sich Böckermann zufrieden. Ob er seine Profi-Zeit vermisst? Klares Nein: „Ich bereue den Schritt nicht“, betont er. „Bald ist die WM in Hamburg, da werde ich zwar sicher eine Träne verdrücken, weil ich nicht dabei bin. Aber da würde einfach zu viel Mehraufwand dazugehören“, stellt der Oldenburger klar und verweist auf seinen Ex-Partner Lars Flüggen, der nach wie vor als Profi unterwegs ist: „Der war dieses Jahr schon wieder so viel unterwegs im Ausland – da bin ich nicht neidisch.“

Man müsse eben nur seine Erwartungen anpassen. So konzentriert sich Böckermann in diesem Jahr auf die Deutsche Tour. Vier Turniere stehen in den kommenden Wochen noch an und dann soll die deutsche Meisterschaft in Timmendorfer Strand folgen. „Das ist das Ziel, da wären wir zufrieden“, sagt Böckermann.

Neben der körperlichen hat er übrigens auch mental eine Veränderung bei den Wettkämpfen festgestellt: „Man geht entspannter in die Turniere“, sagt er und lacht: „Ob das ein Vorteil oder ein Nachteil ist, weiß ich aber noch nicht.“

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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