HAMSTRUP - Nichts ist unmöglich. Das zeigte sich am Sonntag bei den Lastruper „Spring Days“ in Hamstrup. Der 15-jährige Maurice Tebbel zog als letzter Starter im Stechen des Großen Preises das Publikum in seinen Bann und gewann die Prüfung (die Nordwest Zeitung berichtete).
Für den Sprößling des dreimaligen Deutschen Meisters Rene Tebbel war es ein Riesenerfolg. „Maurice hat in den vergangenen vier Monaten bei uns ein Praktikum absolviert. Der Sieg war sein Meisterstück“, sagte Veranstalter Gilbert Böckmann. Der Altmeister hatte dem Junior noch wichtige Tipps für das finale Stechen gegeben. Zudem hatte Mitveranstalter Mario Stevens für eine Live-Übertragung des Siegesrittes gesorgt. Er hatte kurzerhand das Handy gezückt und den Ritt zu Vater Rene Tebbel nach Paris übertragen. Neben einem Geldpreis überreichten Böckmann und Stevens dem Sieger einen Sattelschrank im Wert von 2500 Euro.
Positive Bilanz
Die Bilanz der Veranstalter nach sieben Turniertagen fiel positiv aus. Immerhin 250 Teilnehmer hatten rund 1500 Starts absolviert. Darunter waren zahlreiche nationale und internationale Stars der Szene. Wegen der guten Infrastruktur auf dem Anwesen der Familie Böckmann und der guten Organisation übt das Turnier eine nahezu magnetische Anziehungskraft auf Pferdesportler aus nah und fern aus. „Wir haben viel Lob bekommen und werden unseren Weg konsequent weitergehen. Viele Teilnehmer haben sich bereits für das Turnier 2011 angemeldet“, sagte Gilbert Böckmann.
Aus Reitersicht war es ein großes Familientreffen mit viel Prominenz. So schaute auch Deutschlands bekanntester Pferdesportler Paul Schockemöhle vorbei, weil sein Topreiter Alois Pollmann-Schweckhorst das Turnier zur Vorbereitung auf die grüne Saison nutzte.
Zu den Stammgästen gehört auch der ehemalige niederländische Olympiasieger Jeroen Dubbeldam. Auch die Derbysieger Holger Wulschner und Sören von Rönne mischten auf dem toll hergerichteten Springplatz bei der Vergabe der vorderen Plätze kräftig mit.
Mario Stevens sammelte zahlreiche Platzierungen. Höhepunkt war sein Auftritt am Sonntag im Zwei-Phasen-Springen der schweren Klasse. Im Sattel von Enrique belegte er in der zweiten Abteilung Rang drei. Das Paar absolvierte die schwere Hindernisbahn ohne Fehler in 23,51 Sekunden. Der Sieg ging an Nisse Lüneburg (RFV Uetersen) mit Chienos (0/22,60). Platz zwei belegte der in Wildeshausen beheimatete Däne Sören Pedersen mit Chesmo (0/22,96).
Dummeyer sorgt für Furore
In der ersten Abteilung der Prüfung sorgte der Lastruper Jens Dummeyer für Furore. Mit einem beherzten Ritt im Sattel von Qui MSieu Du Chateau belegte er den zweiten Platz. Der Sieg ging an den Emsländer Carsten Sandmann.
Weitere Platzierungen gab es für Jan Sprehe (RFG Falkenberg), Kathrin Woltermann (RFV Löningen), Guido Klatte (RG Klein Roscharden) und Jan Wernke (RSC Handorf-Langenberg).
