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Letzter Drittliga-Spieltag WHV-Handballer spielen beim TSV Altenholz

Vier Treffer erzielte Sven Eberlein (am Ball) beim 31:26-Erfolg des WHV im Hinspiel gegen Altenholz.

Vier Treffer erzielte Sven Eberlein (am Ball) beim 31:26-Erfolg des WHV im Hinspiel gegen Altenholz.

Dirk Gabriel-Jürgens

Wilhelmshaven - Eigentlich geht es am Samstag ab 18 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle um nichts mehr, wenn die Handballer des TuS Altenholz in der 3. Liga Nord den Wilhelmshavener HV empfangen. Die Gastgeber werden die Saison voraussichtlich auf Platz 6 beenden, der WHV hat sich als Vierter bereits für die Pokalrunde qualifiziert und könnte sich bei einer Niederlage von Stralsund in Vinnhorst noch auf Rang drei verbessern – allerdings ist das dann auch nur Tabellenkosmetik.

Mit solchen Überlegungen kann WHV-Trainer Christian Köhrmann – wenig überraschend – nichts anfangen. Auch wenn die Saison am Samstag bereits vorbei wäre, würde der Coach von seinem Team Verbesserungen erwarten – eine Zeitstrafe oder zwei Fehlwürfe weniger, einen Pass mehr, um in eine gute Wurfposition zu kommen.

Und beim jüngsten 32:25 gegen Flensborg gab es genügend Dinge, die dem WHV-Coach nicht gefallen haben. „Gedanklich haben wir uns in Phasen des Spiels zu früh verabschiedet. So ein Spiel kann man auch mit zwölf Toren gewinnen wollen. Auch das ist ein Zeichen von Qualität.“

Ein „schweres Auswärtsspiel gegen einen starken Gegner“ (Köhrmann) ist für den WHV-Trainer ideal als Aufgalopp für die Saisonverlängerung, bei der es um die Teilnahme an der DHB-Pokalrunde geht. Wie es da weitergeht, steht aber erst nach den Spielen des Wochenendes fest.

Was muss ich über den TSV Altenholz wissen ?

Für den WHV-Gastgeber (28:18 Punkte) geht es um nichts mehr. Zuletzt überraschte das Team nach einem 10:4-Blitzstart (18.) mit einem 29:26-Sieg beim Aufstiegsrunden-Teilnehmer MTV Braunschweig. Davor ließ das 35:26 gegen Hamburg-Nord nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig.

Wichtigster Bestandteil des TSV-Spiels ist – vor allem in eigener Halle – Tempo. Deshalb erwartet Köhrmann von seinem Team ein gutes Rückzugsverhalten.

Und auch im gebundenen Spiel wird viel Arbeit auf die WHV-Defensive zukommen. Köhrmann: „Altenholz versucht immer wieder, direkte Duelle zu schaffen und in diesen Situationen erfolgreich zu sein. Da dürfen wir uns nicht isolieren lassen.“

In der Defensive bevorzugt das Team aus Schleswig-Holstein eine 5:1-Deckung mit unterschiedlichen Akteuren auf der vorgezogenen Position. Köhrmann: „Deshalb müssen wir im Zweifel den Ball ein- oder zweimal mehr laufen lassen.“

Trainer Andre Lohrbach hat seinen Vertrag beim TSV um zwei weitere Jahre verlängert. Seit drei Jahren ist der A-Lizenzinhaber auch Trainer der U 19 des THW Kiel in der Jugend-Bundesliga.

Bester Torschütze in Altenholz ist Malte Abelmann-Brockmann mit 144/40 Toren. Mit dieser Bilanz ist der Rückraumspieler die Nummer 3 in der Nordstaffel knapp vor WHV-Akteur Sven Eberlein (134/42), der jüngst seinen Vertrag in Wilhelmshaven um ein Jahr verlängert hatte.

Wie sieht die WHV-Bilanz gegen Altenholz aus ?

Das Hinspiel gewann der WHV trotz 21 Fehlwürfen mit 31:26 (16:12). Überragender Akteur auf der Platte war WHV-Torhüter Jakub Lefan, der zwar nach nur 33 Sekunden einen Kopftreffer kassierte, am Ende aber mit 15 Paraden ein starker Rückhalt war. Im April 2022 gewannen die Wilhelmshavener zum Auftakt der Aufstiegsrunde zur 2. Liga mit 36:29 gegen den TSV und schafften mit 6:4 Punkten als Zweiter hinter Potsdam die Finalspiele gegen Konstanz. Altenholz, zuvor in einer anderen Staffel als der WHV eingeordnet, wurde mit 2:8 Zählern Vorletzter.

Wie sieht es personell bei den WHV-Handballern aus ?

Eine bittere Pille ist die Verletzung von Okke Dröge. Der Braunschweig-Rückkehrer zog sich beim Warmmachen in der Pause des Flensburg-Spiels, als ein Ball durch die Halle rollte, einen Bänderriss und eine Knochenabsplitterung zu. Ein MRT soll noch einmal Klarheit über die Schwere der Verletzung bringen. So oder so: der Fuß wurde eingegipst, für mindestens vier Wochen geht nichts mehr. Jan Bennet Behrends ist wieder ins Training eingestiegen, ist aber noch nicht wieder soweit.

Martin Münzberger
Martin Münzberger Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung
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