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OHV reist nach Braunschweig Aurich will schwaches Hinspiel gegen Braunschweig vergessen machen.

Im Hinspiel gegen den MTV Braunschweig legte der OHV Aurich (Jonas Wark in Schwarz) einen kompletten Fehlstart hin.

Im Hinspiel gegen den MTV Braunschweig legte der OHV Aurich (Jonas Wark in Schwarz) einen kompletten Fehlstart hin.

Dennis Sandhorst

Aurich - Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich müssen an diesem Samstag beim MTV Braunschweig antreten. Die Rollen sind klar verteilt, denn die Gastgeber brauchen noch zwei Punkte, um sicher die Aufstiegsrunde zu erreichen. Diese Punkte sollen gegen den OHV eingefahren werden. Für die Ostfriesen geht es in erster Linie darum, den desolaten Auftritt aus dem Hinspiel vergessen zu machen. „Wir wollen das bestmögliche Ergebnis. Und das ist ein Sieg. Wie realistisch das ist, werden wir sehen“, sagt OHV-Manager Ewald Meyer.

Erneuten Fehlstart vermeiden

Fakt ist, einen Fehlstart wie im Hinspiel dürfen sich die Auricher nicht erlauben. Anfang November lag die Mannschaft von Trainer Pedro Alvarez schnell zurück. Erst in der 21. Minute erzielte Petar Puljic den dritten Treffer für die Auricher – zum 3:11. Die Braunschweiger setzen unter Trainer Volker Mudrow konsequent auf den siebten Feldspieler. „Die haben das neue System inzwischen gut drauf“, lobt Meyer. Der MTV hat eine beeindruckende Serie hingelegt und unter anderem Spitzenreiter Vinnhorst bezwungen. „Wenn du das schaffst, bist du schon eine gute Mannschaft“, sagt Meyer anerkennend.

Crnic und Hertlein im Kader

Doch nicht nur wegen der bisherigen Ergebnisse sei Braunschweig der klare Favorit, erläutert der OHV-Manager. Auch die personelle Situation bei den Aurichern sorgt nicht gerade für überschwänglichen Optimismus. Hier spielt auch der Wechsel von Nikita Pliuto zum Erstligisten Wetzlar eine Rolle. „Der Abgang von Nikita trifft uns natürlich hart. Der fehlt uns schon“, sagt Meyer. Aber die Auricher wollten ihrem Kreisläufer die Chance nicht verbauen, zumal die Chance auf einen Platz in der Pokalrunde eh relativ gering sind. Aber es gibt auch gute Nachrichten aus dem Lager des OHV. Alle zehn Spieler, die vom Stammkader übrig geblieben sind, können spielen. Sowohl Josip Crnic als auch Jannes Hertlein sind mit von der Partie. Aufgefüllt wird das Team wieder durch Henning und Simon Stöhr, die beide schon mehrfach gezeigt haben, dass sie bereit sind, den Sprung ins Drittliga-Team zu schaffen.

MTV hat „Zwei-Punkte-Plan“

Die Braunschweiger blicken eher gelassen auf das Duell mit Aurich. Zum einen sind sie sich ihrer Favoritenrolle bewusst, zum anderen hätten sie nach der Begegnung mit den Ostfriesen noch drei weitere Partien Zeit, die nötigen Zähler zu holen. Doch im „Zwei-Punkte-Plan“ von MTV-Trainer Mudrow ist das nicht vorgesehen. Mit einem Sieg gegen den OHV will er für Klarheit sorgen, damit sich seine Mannschaft voll und ganz auf die Aufstiegsrunde konzentrieren kann. Zuletzt hat der MTV-Kader gegen Nienburg bewiesen, dass alle bereit sind dafür zu arbeiten. Auch ohne die Leistungsträger Niklas Wolter und Johannes Krause gelang ein deutlicher Sieg.

Jochen Schrievers
Jochen Schrievers Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung
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