Landkreis - Ein volles Programm haben die Handballteams aus dem Landkreis an diesem Wochenende vor sich. Vor allem die Männer-Verbandsligisten stehen vor echten Bewährungsproben.
Männer-Verbandsliga
HSG Grüppenbühren/Bookholzberg - Wilhelmshavener HV II (Samstag, 19 Uhr). Es ist das absolute Topspiel am Ammerweg, wenn der ungeschlagene Spitzenreiter den Tabellenzweiten zu Gast hat. HSG-Coach Stefan Buß schätzt die Drittliga-Reserve noch stärker ein als den letzten Gegner vom VfL Fredenbeck II, denn die Wilhelmshavener können immer wieder auf einige junge Drittliga-Spieler zurückgreifen. Zudem verfügt der WHV selbst auch noch mit Kreisläufer Thorben Hackstein sowie den Schützen Dröge, Theede und Behrends über ein spiel- und kampfstarkes Team. Gegen die 3:2:1-Deckung der Jadestädter dürfen sich die Hausherren im Spielaufbau kaum Fehler erlauben, denn auch das Tempospiel von Wilhelmshaven gilt als brandgefählrich. „Trotz unserer Tabellenführung sehe ich uns gegen diesen erfahrenen Gegner eher als Außenseiter, deshalb haben wir nichts zu verlieren. Besonders unsere Abwehr muss gegenüber dem letzten Spiel deutlich zulegen“, kündigt Buß an.
TV Neerstedt - HSG Seevetal/Ashausen (Samstag, 19 Uhr). Die Gäste sammelten zuletzt mit dem 21:19-Heimsieg gegen die TSG Hatten-Sandkrug ordentlich Selbstvertrauen und werden wohl mit breiter Brust in Neerstedt antreten. So verfügen die Gäste über eine gut eingespielte Truppe, die neben Spielmacher Holm als Denker und Lenker mit Petersen auch noch einen sehr erfolgreichen Schützen in ihren Reihen haben. Trotzdem will TVN-Trainer Andreas Müller den Fokus auf das gesamte Team des Gegners legen: „Wir werden nur bestehen können, wenn unsere Abwehr in Verbindung mit den Torhütern kompakt steht und die gegnerischen Angreifer möglichst aus der Nahwurfzone fernhält.“ Deshalb wurden auch in intensiven Trainingseinheiten in dieser Woche die Mannschaftsteile noch einmal auf den kommenden Gegner eingestellt. Neben den Langzeitverletzten sind im Neerstedter Team aber auch noch einige angeschlagene Spieler, von denen Müller hofft, dass sie bis Samstag grünes Licht geben. Müller hofft zudem auf den Einsatz von Raik Steenken, der mit einem Doppelspielrecht für die A-Jugend des HC Bremen ausgestattet ist. Die Zielsetzung des Trainers ist eindeutig: „Wir haben im Moment einen recht guten Lauf und möchten natürlich vor eigenem Publikum gerne zwei Punkte erkämpfen und so die Serie auf fünf ungeschlagene Spiele ausbauen.“
TSG Hatten-Sandkrug - Eickener SpVg. (Sonntag, 15 Uhr). Zu ungewohnter Anwurfzeit laufen die Hatter Handballer zum Heimspiel auf. „Wir haben das in der vergangenen Saison schon versucht, und der Sonntag ist gut angenommen worden“, erklärt TSG-Trainer Lars Kampmann. Nach der Pleite in Seevetal am vergangenen Wochenende wollen die Sandkruger nun gegen den Tabellenvorletzten aus Eicken in eigener Halle keine weitere böse Überraschung erleben. Allerdings hat sich die personelle Lage gegenüber der Vorwoche nicht wirklich verbessert, denn der TSG-Trainer beklagt neben den Langzeitverletzten weiterhin viele angeschlagene Spieler. „Es gibt noch einige Fragezeichen“, lässt er durchblicken. „Trotzdem werden wir 14 Leuten finden und dann hoffentlich ein gutes Spiel abliefern“, ist Kampmann überzeugt. Vor allem im Angriff wird sich die TSG steigern müssen. „Wir werden uns definitiv besser präsentieren als in Seevetal, da bin ich mir sicher“, verspricht der Coach.
Frauen-Oberliga
TV Neerstedt - HV Lüneburg (Samstag, 17 Uhr). Die nächste große Hürde wartet auf den TV Neerstedt, wenn das Team um Co-Trainerin Desiree Görzel den Tabellendritten erwartet. Die Gastgeberinnen sind zur Zeit arg gebeutelt, denn neben den Langzeitverletzten Celina Struß (Knie), Fenna van Dreumel (Fuß) und Noelle Storck (Knie) sind weitere Spielerinnen angeschlagen. So wird Görzel, die in den nächsten beiden Partien die beruflich ortsabwesende Cordula Schröder-Brockshus vertritt, ihren Kader wohl komplett umbauen müssen. Deshalb bestand die intensive Vorbereitung auf den kommenden starken Gegner in erste Linie darauf, in den Trainingseinheiten neue Abläufe einzustudieren. Zudem hofft die Trainerin, als Backup noch Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft einsetzen zu können, um so mehr Wechselmöglichkeiten zu haben.
Die Rollen sind demnach klar verteilt, denn in den bisherigen Partien konnten die Gäste fast immer überzeugen und mussten nur beim VfL Stade eine Niederlage hinnehmen. Lüneburg verfügt über eine gut abgestimmte und eingespielte Mannschaft, die mit ihren Goalgetterinnen Hultsch und Spiller nur sehr schwer zu bremsen sein wird. Görzel hofft aber auf zahlreiche Fans, die das Team in dieser Begegnung unterstützen: „Wir werden nur auf uns schauen und wollen mit Spaß in dieses Spiel gehen“, kündigt die Co-Trainerin an.
Männer-Landesliga
SFN Vechta - TS Hoykenkamp (Samstag, 19.30 Uhr). Eine schwere Aufgabe hat die Turnerschaft beim Aufstiegsfavoriten und verlustpunktfreien Tabellenersten vor sich. Die Gastgeber verfügen über einen spiel- und kampfstarken Kader, der in der Offensive auf allen Positionen sehr torgefährlich ist und zudem noch über viel Erfahrung aus höheren Ligen zurückgreifen kann. Hoykenkamp sucht auf Grund einiger Ausfälle immer noch nach einer schlagkräftigen Formation, wird in dieser Begegnung aber wieder auf einige A-Jugendspieler zurückgreifen können. Haake setzt unter anderem mit Niklas Oetjen, Loris Meyer oder Sisco Hillmann den Umbruch innerhalb der Mannschaft fort, sieht allerdings noch viel Luft nach oben.
SVGO Bremen - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II (Sonntag, 15 Uhr). Beim Tabellenzehnten will die HSG-Reserve mit einem weiteren Erfolg den Platz in der oberen Tabellenhälfte festigen. Doch sollte das Team von Coach Hendrik Kossen den Tabellenstand des Gegners nicht unterschätzen, denn die Bremer haben bereits gegen Top-Mannschaften wie zum Beispiel Vechta und Varel II gespielt und nur knapp verloren. So verfügen die Gastgeber über eine bissige und robuste Deckung, die es jeder Offensive schwer machen kann, zum Torerfolg zu kommen. Deshalb muss das Kossen-Team die Angriffe konzentriert aufbauen und auch sicher abschließen.
