Aurich - Das Thema Fehlstart ist beim OHV Aurich vom Tisch. Nach 0:4 Zählern aus den ersten beiden Spielen hat der Handball-Drittligist am vergangenen Wochenende sein Punktekonto ausgeglichen. Mit einem Sieg an diesem Samstag bei einem weiteren Aufsteiger haben die Auricher die Gelegenheit, weiter dahin aufzurücken, wo sie am Ende der Saison auch stehen wollen: im oberen Drittel der Tabelle. Allerdings ist das Team von Trainer Pedro Alvarez gewarnt. Auch der MTV Großenheidorn, bei dem das Spiel um 19.30 Uhr angepfiffen wird, hat alles andere als einen Fehlstart hingelegt. Beide Teams sind aktuell punktgleich, die Ostfriesen besitzen allerdings das bessere Torverhältnis.

Verantwortlich dafür zeichnet die „Packung“, die die Mannschaft vom Steinhuder Meer bei der Ahlener SG am vergangenen Wochenende kassierte. 23:40 hieß es am Ende aus Sicht des MTV. Zwar führten die Großenheidorner in der 18. Minute noch mit 12:8, dann brachen allerdings alle Dämme. Das einzig Positive, das MTV-Coach Stephan Lux aus dem Spiel zog war, dass er keine Verletzten zu beklagen hatte – im Gegensatz zur Ahlener SG, bei der sich Linkshänder Fynn von Boenigk den Arm brach.

Die Scharte aus dem Spiel werden die kommenden Gastgeber auswetzen wollen. Zuhause sind sie auch nicht zu unterschätzen. „Es wird schwer“, sagt Aurichs Teammanager Ewald Meyer. „Großenheidorn spielt eine defensive, harte Gangart in der Abwehr. Da stehen Abwehrspieler, die sind zwei Meter hoch und zwei Meter breit.“ Die Auricher Lösung heißt schnelles Spiel über die Außen. „Wir müssen versuchen, den Mittelblock in Bewegung zu bekommen“, sagt Meyer, „das haben wir auch in dieser Woche trainiert.“

Von Experimenten mit einer 5:1-Abwehr rückt Trainer Alvarez erst einmal ab. In Großenheidorn soll es die 6:0-Deckung richten. „Mit Puljic, Wendlandt und Hegyi können wir auch große Leute gegen die wurfstarken Rückraumschützen stellen“, sagt Meyer, der auch vor guten Anspielen an den Kreis warnt.