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3. Liga Handball OHV Aurich steht gegen TSG AH Bielefeld unter Druck

Jannes Hertlein (am Ball) ist zwar noch nicht wieder ganz fit, wird am Samstag aber auflaufen. Vor allem in der Abwehr kann er gegen Bielefeld den Unterschied ausmachen.

Jannes Hertlein (am Ball) ist zwar noch nicht wieder ganz fit, wird am Samstag aber auflaufen. Vor allem in der Abwehr kann er gegen Bielefeld den Unterschied ausmachen.

Jochen Schrievers

Aurich - Nach der Niederlage beim VfL Gummersbach II haben sich die Drittliga-Handballer des OHV Aurich für die kommende Aufgabe einiges vorgenommen. Wenn an diesem Samstag um 19 Uhr der TSG AH-Bielefeld zu Gast in der Auricher Sparkassen-Arena ist, sollen die Punkte unbedingt am Ort bleiben. Damit das klappt, haben sich die Ostfriesen intensiv auf die Gäste aus Altenhagen-Heepen vorbereitet.

Harte Nuss für die Abwehr

Und eines wurde dabei schnell klar: Einfach wird das nicht. „Die haben eine gute Mannschaft und sind sehr ausgeglichen besetzt“, sagt OHV-Manager Ewald Meyer. „Viele Teams haben eine gute erste Sieben, bei Bielefeld ist auch viel Qualität auf der Bank“, fügt er hinzu. Im Angriff war bislang Rechtsaußen Jan Pretzewofsky am erfolgreichsten. Er bringt es bislang auf 51 Treffer. Doch Aufpassen müssen die Auricher auch auf ein Bielefelder Eigengewächs. „Der Linkshänder ist schon eine echte Granate“, sagt Meyer über Jannis Heidemann. Der 1,95 Meter große 21-Jährige durchlief sämtliche Jugendteams der TSG und zieht jetzt im linken Rückraum der Drittliga-Truppe die Fäden. Um ihn in den Griff zu bekommen, will der OHV auf eine 5:1-Abwehrformation setzen. „Wir müssen sehen, dass wir ihn außerhalb des Neunmeter-Kreises halten. Wenn er aus kurzer Distanz abzieht, ist das kaum zu verteidigen“, erklärt Meyer.

Bielefeld mit defensiven Schwächen

Beim Videostudium haben die Auricher aber auch Schwächen im Spiel der TSG ausgemacht. Vor allem die 5:1-Abwehr hat bei den Bielefeldern zuletzt nicht gut funktioniert. „Ich kann mir zwar noch nicht ganz erklären warum, aber wir sind einfach nicht in die Zweikämpfe gekommen“, sagte TSG-Trainer Niels Pfannenschmidt nach dem Fehlstart im Spiel gegen den MTV Großenheidorn am vergangenen Wochenende. Als er dann auf die 6:0-Formation umstellte, hatte Bielefeld die Partie aber im Griff. Zudem hatte die TSG in Torwart Bastian Räber einen starken Rückhalt. Ihm bescheinigte der Trainer die beste Leistung der Saison.

OHV mit komplettem Kader

Für den OHV Aurich bedeutet das vor allem eines: vorne möglichst wenige Fehler machen. Nur wenn die eigenen Chancen konzentriert ausgespielt werden, können die Abwehr geknackt und Tempogegenstöße verhindert werden. Personell kann OHV-Trainer Pedro Alvarez wohl aus dem Vollen schöpfen. Zwar ist Jannes Hertlein nach wie vor angeschlagen, wird aber am Samstag auflaufen. Auch Jorit Reshöft, der am vergangenen Wochenende in der zweiten Mannschaft ausgeholfen hat und nicht mit nach Gummersbach gefahren ist, wird dabei sein.

Die Auricher wollen alles daransetzen, die Niederlage der Vorwoche vergessen zu machen und sich gegen Bielefeld gut zu präsentieren. „Das wird schwer, aber wir müssen punkten“, sagt Ewald Meyer.

Jochen Schrievers
Jochen Schrievers Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung
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