Elsfleth - Die Verbandsliga-Handballer des Elsflether TB haben am Samstag ihr erstes Heimspiel der Saison gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Patrik Tulikowski setzte sich gegen den ATSV Habenhausen II mit 33:30 (12:15) durch. Kurz nach der Halbzeitpause lag der ETB noch mit fünf Toren hinten. Doch nach einem Zwischensprint ließ er sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.
„2:2 Punkte hören sich auf jeden Fall besser an als 0:4 Punkte“, sagte Tulikowski, nachdem er mit seinem Team am ersten Spieltag noch bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen (29:39) unterlegen war. Auch bei der Heimpremiere blieb in der Anfangsphase noch vieles Stückwerk, gelungene Ballstafetten waren rar gesät. Das galt allerdings auch für die Gäste, die am ersten Spieltag ebenfalls baden gingen und mit 18:27 gegen den TV Dinklage verloren hatten.
Bei den Elsflethern wurde Kreisläufer Chris Danielzik wegen den Nachwirkungen einer Zahn-OP schmerzhaft vermisst. Der ebenfalls angeschlagene Renke Gronau vertrat ihn ordentlich, allerdings bedeutete diese Position Neuland für ihn. Beide Mannschaften suchten lange Zeit nach einem geordneten Spielfluss, fanden ihn aber nur selten. Zur Pause lag der ETB mit drei Treffern hinten, befand sich aber noch in Schlagdistanz.
Direkt nach dem Seitenwechsel wurden Erinnerungen an das vergangene Wochenende wach. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der ETB in Schwanewede noch den letztlich entscheidenden Rückstand eingehandelt, und auch gegen Habenhausen ging der Auftakt in den zweiten Durchgang mächtig in die Hose. Zwei Angriffe, zwei Ballverluste und zwei Gegentore nach Gegenstößen – das war die bittere Bilanz der ersten 52 Sekunden der zweiten Halbzeit.
Doch die Elsflether zeigten die richtige Reaktion. Torhüter Matthias Wagenaar wuchs in dieser Phase über sich hinaus und sorgte mit seinen Paraden bei seinen Mitspielern für Aufbruchstimmung. Plötzlich gelangen auch mal einfache Tore aus dem Rückraum, wie Jo-Fokke Blohm mehrfach demonstrierte. Mittelspieler Fynn Oberegger zog das Spiel an sich und führte gekonnt Regie. Aus einem Fünf-Tore Rückstand machten die Elsflether innerhalb kurzer Zeit eine Fünf-Tore-Führung. „Der Anfang der zweiten Halbzeit war Mist. Aber dann haben wir eine Viertelstunde lang richtig guten Handball gespielt“, sagte Tulikowski.
Beim Stand von 28:23 (54.) für den ETB setzten die Gäste alles auf eine Karte und stellten auf eine offene Manndeckung um. Den sich dadurch ergebenen Freiraum hätten die Hausherren zwar durchaus etwas besser ausspielen können, doch der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. „Am Ende war es ein bisschen chaotisch“, meinte Tulikowski. Wichtig seien aber erstmal die zwei Punkte. „Die Phase kurz nach der Halbzeitpause war richtig gut. Diese Leistung müssen wir jetzt verfestigen“, sagte der Elsflether Trainer.
ETB: Wagenaar, Bielefeld – Henrik Tolck (8/4), Gronau (6), Oberegger (6), Blohm (6), Klostermann (3), Schwarting (2), Gericke (2), Mattis Tolck, Böck.
Spielstationen: 6:4 (12.), 10:13 (27.), 12:15 (30.), 12:17 (31.), 18:17 (38.), 24:19 (47.), 28:23 (54.), 33:30 (60.).
