Elsfleth - Zum ersten Mal in diesem Jahr präsentieren sich am Sonntag die Landesliga-Handballerinnen des Elsflether TB ihrem eigenen Publikum. Nach dem 30:26-Sieg bei der HSG Heidmark II erwartet die Mannschaft von Trainer Sascha Klostermann um 15 Uhr den TSV Intschede. Die Gäste reisen als Tabellen-Siebter an und stellten den ETB im Hinspiel vor eine schwierige Aufgabe.
Es war das erste Saisonspiel, als die Elsfletherinnen beim TSV nur äußerst schleppend in die Partie starteten. Kurz nach der Pause lag der ETB mit drei Toren hinten. Doch Klostermann hatte eine Idee, die zünden sollte. Er stellte die Deckung von 6:0 auf 5:1 um, und schon lief’s. Angeführt von der zwölffachen Torschützin Laura Lissewski drehte Elsfleth das Spiel und gewann noch mit 32:28.
Dieses Hinspiel hat bei Klostermann Eindruck hinterlassen. „Intschede hat eine Truppe, die niemals aufgibt“, meint der Coach. Sie würde körperlich, aber fair dagegenhalten. Im Angriff hätte der TSV häufig von Außen getroffen. Dort gelte es nun, den Laden zuzumachen.
Die Elsfletherinnen müssen sich aber auch nicht kleiner machen, als sie sind. Mit 16:6 Punkten aus elf Spielen belegen sie den dritten Tabellenplatz und wollen den auch nicht mehr hergeben. Die Partie in Heidmark war spielerisch zwar noch nicht ganz das Gelbe vom Ei. Aber geschenkt – die ersten zwei Punkte der Rückrunde sind eingefahren. Außerdem haben die Elsfletherinnen nach fünfwöchiger Spielpause wieder Betriebstemperatur aufgenommen. In dem Punkt sind sie dem TSV einen Schritt voraus, denn der hatte am vergangenen Wochenende spielfrei. „Das spielt uns sicherlich in die Karten“, sagt Klostermann, der zudem auf den Heimvorteil setzt.
So ganz sorgenfrei geht der ETB allerdings dann doch nicht in die Partie. Carina Dolch hat sich aus familiären Gründen mindestens für die nächsten paar Wochen abgemeldet. Beim Gesundheitszustand von Nina Hedemann gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Linkshänderin hatte sich in der Schlussphase bei der HSG Heidmark schmerzhaft am Ellenbogen verletzt. Die gute Nachricht: Es ist nichts gebrochen. Die schlechte: Ihr Einsatz gegen Intschede ist trotzdem fraglich. Auch Henrike Thümler muss arbeitsbedingt passen. Dafür steht eine Rückkehr von Talea Lösekann kurz bevor. Die Rückraumspielerin befindet sich zwar noch bis Ende Januar auf einer Weiterbildung. „Aber dann steigt sie voll wieder ein“, kündigt Klostermann an.
