Elsfleth - Perfekter Saisonstart: Die Landesliga-Handballerinnen des Elsflether TB haben am Samstag auch ihr zweites Saisonspiel gewonnen. Nach dem 32:28-Auswärtserfolg am vergangenen Wochenende beim TSV Intschede siegte die Mannschaft von Trainer Sascha Klostermann auch im Heimspiel gegen die HSG Nienburg mit 34:28 (18:15). Mit 4:0 Punkten steht der ETB nun auf dem dritten Tabellenplatz.
Klostermann ließ anfangs mit einer 5:1-Deckungsformation agieren, die beim TSV Intschede noch der gewinnbringende Faktor war. Doch gegen Nienburg klappte diese Variante überhaupt nicht, so dass der Elsflether Coach nach sieben Gegentoren in sieben Minuten auf das altbewährte 6:0 umstellte. Mit Erfolg, denn fortan kamen die Elsfletherinnen immer besser ins Spiel. Die Abwehr um Torfrau Anika Driesner entwickelte sich zum Bollwerk, und vorne wirbelte Laura Lissewski mit geschickten Körpertäuschungen nach Belieben. Hinzu kam der Premierentreffer von Henrike Thümler, die nach mehrjähriger Handballpause ihr Comeback feierte. Zwischenzeitliche Nachlässigkeiten führten aber dazu, dass die 18:15-Pausenführung noch etwas mickrig ausfiel.
Als die Gäste nach dem Seitenwechsel Laura Lissewski in Manndeckung nahmen, sprangen ihre Rückraumkolleginnen Franziska Sommer und Imke Gronewold in die Bresche. Die Tormaschinerie lief, zumal auch Kreisläuferin Nina Hedemann zur Höchstform auflief. Die Linkshänderin erzielte an ihrem 30. Geburtstag auch das 30. Elsflether Tor, was eigentlich ein Grund zum Jubeln gewesen wäre. Aber nach der Partie wurde ihr bewusst: „Oh, Mist. Dann muss ich ja gleich doppelt einen ausgeben.“
Aber die Freude über den souveränen Sieg überwog, auch wenn die Elsfletherinnen in der Schlussphase etwas schluderig agierten. Angesichts der deutlichen Führung tat dies aber nicht sonderlich weh, denn die zwei Punkte waren längst gesichert.
„Phasenweise haben wir richtig gut gespielt“, sagte Laura Lissewski, während Coach Klostermann ganz nüchtern bilanzierte: „Ein verdienter Sieg.“
ETB: Driesner, Griepenstroh – Laura Lissewski (7/1), Hedemann (7/1), Sommer (6), Gronewold (4), Birken (4), Meyer (4), Thümler (1), Lina Lissewski (1), Vogt, Dolch.
Spielstationen: 3:5 (5.), 8:7 (12.), 14:8 (22.), 18:15 (30.), 26:18 (43.), 31:23 (52.), 34:28 (60.).
