Elsfleth - Die Landesliga-Handballerinnen des Elsflether TB sind einen Sieg von der Meisterschaft entfernt. Am Samstag gewann die Mannschaft von Trainer Sascha Klostermann ihr Heimspiel gegen den TuS Jahn Hollenstedt II mit 30:25 (13:12) und verteidigte die Pole-Position. Am letzten Spieltag liefert sich der ETB ein Fernduell mit dem punktgleichen TuS Komet Arsten, der am Wochenende zweimal siegte. Den Elsfletherinnen würde ein Sieg bei der HSG Bützfleth/Drochtersen reichen, weil sie den direkten Vergleich mit Komet für sich entschieden haben.
Die Gastgeberinnen taten sich lange Zeit schwer. Sie waren ohnehin gewarnt, weil sie das Hinspiel mit 21:23 verloren hatten. Dass sie auch jetzt im Rückspiel nur schwer in die Pötte kamen, lag wohl auch an der Nervosität, immerhin spielt man nicht jede Saison um die Meisterschaft mit. Schon früh forderte Coach Klostermann eine konsequentere Spielweise. „Keine wilde Watz da vorne“, rief er. Doch im Angriff lief es schleppend.
Zwar brachte Charlotte Sommer den ETB in der 18. Minute erstmals mit 10:9 in Führung. Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Fast 40 Minuten waren gespielt, als Franziska Sommer beim Stand von 16:16 eine Zeitstrafe kassierte. Das folgende Unterzahlspiel entpuppte sich als dringend benötigter Weckruf, noch mal eine Schippe drauf zu legen. Mit einer Spielerin weniger auf dem Feld gelangen zwei Treffer zum 18:16, und in der Folgezeit bauten die Elsfletherinnen den zunächst knappen Vorsprung immer weiter aus. Es wurde kein Kantersieg, aber letztlich ein ungefährdeter Erfolg. „Das Spiel haben wir in der Abwehr gewonnen“, meinte Klostermann. Vorne seien seinen Spielerinnen dagegen zu viele Fehler unterlaufen.
Die beiden Sommer-Schwestern waren erschöpft, aber auch erleichtert. „Wir sind einfach nur glücklich“, sagte Franziska, während Charlotte noch eine Kampfansage für das Saisonfinale hinzufügte. „Jetzt sind wir umso motivierter für nächste Woche“, sagte sie, während sie den Sieg gegen Hollenstedt in der „starken Mannschaftsleistung“ begründet sah.
ETB: Driesner, Griepenstroh - Laura Lissewski (10/2), Franziska Sommer (6), Charlotte Sommer (5), Molzahn (3), Birken (3), Hedemann (2), Lina Lissewski (1), Lübben, Rademaker.
Spielstationen: 2:4 (8.), 10:9 (18.), 13:12 (30.), 16:16 (38.), 23:18 (48.), 30:25 (60.).
